Mehr Zeit zum Lernen dank Zonta

Die Zonta-Präsidentin Christina Duhr (links) überreichte gemeinsam mit Dr. Jutta Küpper-Feser und den beiden anwesenden Komitee-Mitgliedern Renate Brunswicker und Dorothea Ossenberg-Engels das Stipendium an Katja Mühlhoff.
Die Zonta-Präsidentin Christina Duhr (links) überreichte gemeinsam mit Dr. Jutta Küpper-Feser und den beiden anwesenden Komitee-Mitgliedern Renate Brunswicker und Dorothea Ossenberg-Engels das Stipendium an Katja Mühlhoff.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Ein wenig aufgeregt war Katja Mühlhoff schon am Donnerstagabend. Aber nicht wegen ihres bevorstehenden Vortrags vor den Damen vom Zonta-Club Iserlohn. Die kannte die 25-jährige Iserlohnerin ja aus den beiden Vorjahren, als sie bereits mit dem Stipendium des Service-Clubs für Studentinnen in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern bedacht worden war.

Aufs Kellnern am Wochenende verzichten

Nein, der Grund für ihre Nervosität lag vielmehr in der Klausur, die sie am Freitag im Fachbereich Maschinenbau an der Fachhochschule Südwestfalen schreiben musste, der letzten, bevor sie sich an ihre Bachelor-Arbeit im Bereich Fertigungstechnik machen kann. Fügetechnik-Wissen, also alles zum Thema Schweißen, Nieten, Schrauben, wurde am Freitag abgefragt. „Kein leichter Stoff“, weiß auch Dr. Jutta Küpper-Feser, war die Inhaberin eines Ingenieurbüros für Korrosionsschutz doch selber Lehrbeauftragte für Werkstoffe und Chemie an der FH.

Dass Katja Mühlhoff sich aber in Ruhe auf die Klausur vorbereiten und auch sonst seit Herbst 2013 intensiver um ihr Studium kümmern konnte, dazu trug der Zonta-Club mit seiner Förderung über jetzt insgesamt 2000 Euro bei, über dessen Vergabe das entsprechende Komitee um Dr. Küpper-Feser entschieden hatte. „Zuvor habe ich noch am Wochenende kellnern müssen“, ist Katja Mühlhoff sehr dankbar, dass sie durch die Unterstützung mehr Zeit zum Lernen hat, kann sie so doch auf ihren Zweitjob verzichten. Denn neben dem Studium arbeitet sie bereits nebenbei in einem Schwerter Stahl-Unternehmen, in dem sie auch ihre Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht hatte. Schon vorher, nach dem Abitur auf dem Wirtschaftsgymnasium an der Hansaallee, war für Katja Mühlhoff klar, dass sie studieren möchte. „Und zwar etwas Technisches, um neben dem Kaufmännischen später möglichst vielseitig einsetzbar zu sein.“

Neue Ausschreibung startet Ende Mai

Wenn sie ihre Bachelor-Arbeit, deren Thema eine Prüfmittelfähigkeitsanalyse ist, abgeschlossen hat, wird sie dann auch schon als Kaufmännisch-technische Beraterin im Kundenservice-Bereich der Schwerter Firma tätig werden. Sie kann sich aber auch durchaus vorstellen, noch den Master zu machen, dann allerdings nur als richtiges Verbundstudium.

Ende Mai wird der Zonta-Club die nächste Stipendien-Runde ausschreiben. Bis zum 31. Juli können sich leistungsstarke Studentinnen ab dem 2. Semester bewerben, Infos gibt es bei Dr. Ingrid Jonach, Tel. 02374/169726. Dr. Jutta Küpper-Feser freut sich indes, dass die Zahl der Studentinnen im Fachbereich Maschinenbau seit 2010 von 8,73 auf 9,29 Prozent und die Gesamtzahl der Studentinnen in naturwissenschaftlich-technischen Fächern am Standort Iserlohn von 13,82 auf 14,80 % gestiegen ist.

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