Kunstsommer wird Namen gerecht

Ein abwechslungsreiches Programm bietet der Kunstsommer in Barendorf auch für die Allerkleinsten.
Ein abwechslungsreiches Programm bietet der Kunstsommer in Barendorf auch für die Allerkleinsten.
Foto: IKZ
Groß und Klein arbeiten in Barendorf nebeneinander. Am Samstag öffnet der Kunstmarkt seine Pforten.

Iserlohn..  Nur das Zwitschern von Vögeln unterbricht die Ruhe, die an diesem Vormittag über dem Museumsdorf liegt. Doch hier wird emsig gearbeitet, wie die Banner mit der Aufschrift „Kunstsommer in Barendorf“ bereits verraten. Auf der Bühne, die sonst von den Künstlern der Rocksommer-Reihe genutzt wird, haben sich zwei Frauen und ein Mann eingerichtet. Staffeleien, Leinwände, Eimer und vieles mehr stehen bereits bereit.

Kreativzelte spendenSchatten für Konzentration

Wer sich auf den Weg um die Fachwerkhäuser herum begibt, der sieht: Trotz der Ruhe wird hier gearbeitet. Unter Pavillons – hier heißen sie Kreativzelte – sitzen beziehungsweise stehen die Maler, Grafiker, Bildhauer und anderen Künstler, die sich an der fünften Auflage des Kunstsommers beteiligen. Kon­zentriert arbeiten sie an ihren Werken, die sich zwischen abstrakten und realistischen Bildern bewegen.

Ein wenig mehr Betrieb herrscht überall dort, wo Kinder im Einsatz sind. Die Hemeraner Diplom-Künstlerin Lorina May Sauer beispielsweise gibt als Dozentin der Kunstfabrik „casa b.“ an diesem Vormittag einen Filz-Kurs. Die Mädchen und Jungen dürfen sich aussuchen, ob sie lieber eine Stifthülle oder einen Bommel aus dem kunterbunten Material herstellen wollen. Lorina May Sauer erklärt: „Vormittags arbeite ich mit den Kindern, nachmittags male ich.“ Sie schätzt die ungezwungene Atmosphäre beim Kunstsommer, der immer auch einen Austausch unter Gleichgesinnten bietet. „Ich freue mich, nicht den ganzen Tag allein im Atelier zu sitzen. Hier kann man mal jemanden nach seiner Meinung fragen – oder einfach zusammen einen Kaffee trinken“, verrät sie.

Bei den Kleinen gibt esbereits Wiederholungstäter

Schräg gegenüber kümmern sich die Kunstvereins-Mitglieder Regina Schlotmann und Ulrike Steinmetz ebenfalls um den kreativen Nachwuchs. Hier geht es um die Aquarellmalerei. „Wir haben einige Wiederholungstäter, andere sind zum ersten Mal dabei“, so Regina Schlotmann, die am Dienstag mit Ulrike Steinmetz ein ganzes Dutzend Mädchen und Jungen betreuen konnte. An diesem Vormittag sind es „nur“ fünf Kinder, die Farbe und Pinsel dem Freibadbesuch vorziehen. Ein Cheeseburger, ein Herz, ein Schmetterling mit vielen Blumen sowie eine einzelne Blüte sind bereits mit Bleistift vorgezeichnet. Noch bis einschließlich Freitag besteht für Kinder bis 14 Jahre die kostenfreie Möglichkeit, Specksteinbearbeitung, Filzen und eben Aquarellmalerei kennen zu lernen.

Am Samstag, 4. Juli, öffnet zum Abschluss wieder der Kunstmarkt in Barendorf. Zwischen 11 und 17 Uhr haben Interessierte die Gelegenheit, Bilder, Statuen und vieles mehr zu erwerben – teils sind sie während des Kunstsommers entstanden, teils lange zuvor.

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