Kunst und Kultur für den guten Zweck

Ralf Tiemann und sein „Werkschor Auerweg“ sorgten für Unterhaltung. Die Zuhörer waren so begeistert, dass die Sängerinnen und Sänger eine Zugabe geben mussten.
Ralf Tiemann und sein „Werkschor Auerweg“ sorgten für Unterhaltung. Die Zuhörer waren so begeistert, dass die Sängerinnen und Sänger eine Zugabe geben mussten.
Foto: IKZ
Chöre, Kampfsportler, Maler, Pianist und Sängerin waren im Einsatz für den Hospizverein.

Iserlohn..  Einen abwechslungsreichen Vormittag mit tollen Künstlern erleben und gleichzeitig Gutes tun: Dieses Konzept ist am Sonntag hervorragend aufgegangen. Vor allem für den Hospizverein, denn zu dessen Gunsten waren die Musiker und Tai-Chi-Experten im Rahmen der Benefizveranstaltung in der Städtischen Galerie an den Start gegangen. Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens übernommen. Ziel war es auch, Tod und Sterben zu thematisieren und den öffentlichen Blick darauf zu lenken.

Die Resonanz war größer, als ursprünglich erwartet: Immer wieder mussten Stühle herbeigeschafft werden. Schon vor dem eigentlichen Start drängelten sich die Besucher um den Stand des Kunstvereins, dessen – wie berichtet – eigens Bilder zum Thema „Aufbruch“ für einen Kalender gemalt beziehungsweise gezeichnet hatten. Etliche Exemplare sind für die gute Sache über den Tresen gegangen, weitere sind beim Mönnig-Verlag (Rahmenstraße), bei Weinwelt Scholz (Friedrichstraße) und in der Werkstatt „Hinten Oben“ (Nordengraben) erhältlich.

Großer Dank gingan Meinolf Remmert

Maßgeblichen Anteil an der Organisation des Benefiz-Vormittages hatte Meinolf Remmert, dem ein großer Dank von Britta Dilcher, Ehrenamtskoordinatorin des Hospizvereins, ausgesprochen wurde. Das musikalische Programm wurde vom Werkschor Auerweg unter der Leitung von Ralf Tiemann eröffnet. Der Chor sorgte sowohl für Freuden-, als auch für Tränen der Rührung beim Publikum: Texte wie beim Lied „Als Willy Brandt Bundeskanzler war“ von Funny van Dannen oder „Kevins“ von Pigor & Eichhorn sorgten für große Freude. Nach jedem Stück gab es lauten Applaus und Jubelrufe. Ebenfalls von Funny van Dannen stammt „Berlin international“, das der Werkschor in der lauthals geforderten Zugabe „Iserlohn international“ servierte. Das rührte eine ältere Dame sogar zu Tränen, wie sie Sitznachbarn eingestand.

Pianist Ulrich Langmesser, der selbst für den Hospizverein im Einsatz ist, hatte beispielsweise „Metamorphose II“ von Philip Glas für seinen Auftritt ausgewählt. Annette Krone stand ihm später als Sängerin zur Seite. „Bewegung in Harmonie“ hieß es schließlich vor der Pause, als Ingeborg Flieder aus Hagen und ihre Tai-Chi-Schüler einige Einheiten der chinesischen Kampfkunst vorstellten.

Afrikanisches Lied,Operette und Klezmer

„The Blackstix“ unter der Leitung von Roland Kirch eröffneten den zweiten Teil mit Querschnitten aus „Anatevka“ und „Die lustige Witwe“. Sie, wie auch die „Outta Limits“ mit Leiter Jens Keienburg, die unter anderem ein afrikanisches Lied und „Alles was Ihr tut“ von Dietrich Buxtehude präsentierten, wurden mit Applaus belohnt.

Strahlen konnten daher am Ende nicht nur die Hospizvereins-Mitglieder, die etwa 900 Euro – hinzu kommen die Kalender-Erlöse – auf ihrem Konto verbuchen können, sondern auch das begeisterte Publikum und die Künstler.

 
 

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