JVA-Häftlinge nach Ausflug auf der Flucht

Aus der JVA Iserlohn sind zwei Häftlinge bei einer freizeitpädagogischen Maßnahme abgehauen.
Aus der JVA Iserlohn sind zwei Häftlinge bei einer freizeitpädagogischen Maßnahme abgehauen.
Foto: IKZ
Zwei Insassen der JVA Iserlohn-Drüpplingsen sind am Mittwochnachmittag aus der Haft geflohen. Dies bestätigte jetzt JVA-Leiter Joachim Güttler. Eine Gefahr geht nach Ansicht der Behörden von den Häftlingen nicht aus.

Iserlohn. Zwei Insassen der Justizvollzugsanstalt Drüpplingsen ist es am Mittwochnachmittag gelungen, aus der Haft zu fliehen. Dies bestätigte JVA-Leiter Joachim Güttler am Donnerstagmittag auf Anfrage des Iserlohner Kreisanzeigers.

Laut Güttler waren die beiden 17-Jährigen, die ihre Haftstrafen wegen Vermögensdelikten absitzen, im Rahmen einer freizeitpädagogischen Maßnahme mit einer Gruppe zur Ruhr aufgebrochen, um dort zu paddeln. Begleitet worden war die Gruppe von zwei Pädagogen. Bei einer „Pinkelpause“ nutzen die beiden Heranwachsenden ihre Chance und gaben Fersengeld.

Diese begleiteten Ausgänge gehörten zum Tagesgeschäft der JVA im Rahmen der Resozialisierung von jungen Sträflingen, so der Anstaltsleiter. „Es war eigentlich nicht zu erwarten, dass die bereits im Genuss von Haft-Lockerungen befindlichen Jugendlichen das Weite suchen“, sagt Joachim Güttler. Möglicherweise hätten die beiden Häftlinge, die in der JVA gemeinsam in eine Schulklasse gehen, sich spontan zur Flucht entschieden. In einem Jahr wäre ihre Haft beendet gewesen – „vielleicht sogar früher, aber das ist jetzt eher unwahrscheinlich“, so Güttler.

Die beiden aus dem Ostwestfälischen stammenden Männer, die nur in leichter Sportbekleidung die Truppe unerlaubt verließen, sind nun zur Fahndung ausgeschrieben. Eine Gefahr geht nach Ansicht der Behörden nicht von den Häftlingen aus.

 
 

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