Iserlohn soll für Regionale ein Motor werden

Der Sportplatz in der Läger war eines von vielen Projekten, das durch Regionale-Mittel finanziert wurde. Nun hofft die Stadt auf Nachschlag.
Der Sportplatz in der Läger war eines von vielen Projekten, das durch Regionale-Mittel finanziert wurde. Nun hofft die Stadt auf Nachschlag.
Foto: IKZ
Um mögliche förderfähige Projekte zu benennen, ist es laut Angaben der Stadt aber noch zu früh

Iserlohn.  Wie in dieser Zeitung am Freitag berichtet, bewirbt sich Südwestfalen um die Regionale 2022 oder 2025. Bereits 2013 flossen über die Regionale rund 153 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln in die Region. Ein Teil des Geldes ging damals nach Iserlohn, so etwa für die Projekte „Soziale Stadt“ oder die „Lenne-Schiene“.

Bislang ist es bezüglich möglicher künftiger Projekte allerdings von Iserlohner Seite noch relativ still geblieben. Der Grund: „Es ist für eine Vorfestlegung noch deutlich zu früh“, sagt Thorsten Grote von der Abteilung Stadtentwicklung und Freiraumplanung auch auf die Frage nach einer möglichen Förderfähigkeit der angedachten Baumaßnahmen auf dem Schillerplatz. „Hier etwas zu sagen wäre falsch und auch nicht förderlich.“

„Die Regionale ist kein eigener Fördertopf“

Dennoch: „Wir wollen wie schon 2013 ein Motor bei dem Projekt sein“, sagt Grote. Formaler Antragsteller als übergeordnete Organisation sei jedoch die Südwestfalen-Agentur, in deren Aufsichtsrat Vertreter der Kreise und auch einige Bürgermeister sitzen. Iserlohns Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens ist hier zwar nicht vertreten, wird aber laut Angaben der Agentur über die Vorgänge informiert.

„Als Stadt wollen wir dieses Projekt ganz klar unterstützen“, sagt Grote. „Allerdings beginnt die konkrete Planung erst später.“ Als Stadt sei man bei der Beantragung von Fördermitteln anders als oft angenommen nicht auf die Regionale angewiesen. „Die Regionale ist kein eigener Fördertopf. Sie bietet aber den Vorteil, das aus einer großen Menge an Anträgen landesweit die über die Regionale bevorzugt behandelt werden.“ Außerdem könne es so einfacher gelingen, mehrere Fördertöpfe anzuzapfen. Thorsten Grote: „Für die Lenne-Schiene gab es 2013 Geld aus vier Töpfen.“ Üblicherweise sei es schwer, in mehr als ein Förderprogramm zu kommen, da Beantragungsverfahren oft sehr kompliziert seien.

So heißt es für die Iserlohner Seite in Sachen Regionale vorerst Abwarten. Den weiteren Ablauf erklärt Dr. Margrit Prohaska-Hoch, Koordinatorin der Regionale-Bewerbung bei der Südwestfalen-Agentur: „Unsere Aufgabe ist es, die Bewerbung bis spätestens zum 9. Dezember beim Bauministerium einzureichen. Im Februar 2017 bereist dann eine Fachjury die Region, den Zuschlag solle es dann im April 2017 geben.“

Erst dann beginne für die beteiligten Städte und Kommunen die konkrete Projektarbeit. Bei der Bewerbung werden zunächst nur grundsätzliche Ideen und Schwerpunkte wie beispielsweise der Breitband-Ausbau benannt, der für Südwestfalen wegen der bekanntlich bestehenden Defizite ein bestimmendes Thema sein dürfte. Ausgeschrieben sind zwei Regionalen in den Jahren 2022 und 2025.

Landtagsabgeordnete unterstützen das Anliegen

Wie berichtet, gibt es in der Region für die Bewerbung Südwestfalens eine breite Unterstützung von politischer Seite. Die regionalen SPD-Landtagsabgeordneten, darunter Michael Scheffler aus Iserlohn, hatten in einer Mitteilung die Punkte Digitalisierung, Demografie, Attraktivitätssteigerung für junge Menschen sowie Bekämpfung der Kinderarmut als mögliche Schwerpunkte benannt. Von Seiten der CDU-Landtagsabgeordneten, darunter aus Iserlohn Thorsten Schick, wird vor allem der Breitbandausbau als Schwerpunkt genannt. Schick: „Wir dürfen in Südwestfalen den Anschluss nicht verlieren und müssen dafür Sorge tragen, dass 50 Mbit/s Standard wird und wir für das Gigabitzeitalter gerüstet sind.“

 
 

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