Großaufgebot der Polizei empfing Mongols

Zu starken Verkehrskontrolle kam es am Samstag wie hier an der Dortmunder Straße. Die Kontrollen richteten sich gegen die Rockerbande Mongols, die in Iserlohn ein neues Chapter gründen wollen.
Zu starken Verkehrskontrolle kam es am Samstag wie hier an der Dortmunder Straße. Die Kontrollen richteten sich gegen die Rockerbande Mongols, die in Iserlohn ein neues Chapter gründen wollen.
Foto: Michael May/IKZ
Die Gründung eines neuen Chapter (Niederlassung) des Mongols-MC-Germany in Iserlohn hat am Samstag zu einem Großaufgebot der Polizei geführt.

Iserlohn..  Mit einem Großaufgebot hat die Polizei des Märkischen Kreises mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei auf die Nachricht reagiert, dass sich am Samstag in Iserlohn ein Chapter der als gewalttätig bekannten Mongols MC gründen wollte.

An mehreren Kontrollpunkten in der Stadt, darunter an der Dortmunder Straße in Höhe des Friedhofes und an der Baarstraße, wurden die mit Autos aus nahezu ganz Deutschland anreisenden Mongols angehalten und durchsucht. Auch die Insassen, alle mit Mongol-Emblemen auf ihrer Kleidung, den sogenannten „Kutten“, ausgestattet, wurden einzeln durchsucht. „Wir wollen Präsenz zeigen“, sagt Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski im Hinblick auf die Polizei-Aktivitäten auf Anfrage. An den Kontrollstellen wurden drei Personen vorläufig in Gewahrsam genommen. Sie konnten am späten Abend wieder die Heimreise nach Bremen antreten. Zu Ausschreitungen kam es auch im Verlauf der Nacht nicht. Gegen Mitternacht reisten die Mongols aus der Stadt ab.

Nach Informationen der Polizei, das konnte Dietmar Boronowski bestätigen, wollen die Mongols MC in einer Gastronomie am Kurt-Schumacher-Ring ein Clubheim des neu gegründeten Chapter errichten. Auch hier war die Polizei mit Motorradstreifen und Einsatzwagen ständig präsent. Ganz offensichtlich handelt es sich um das Bistro „Casablanca“, an dessen Tür nur ein unauffälliges Schild mit der Aufschrift „Geschlossene Gesellschaft“ auf die Clubgründung hinwies.

Die anreisenden Mongols wurden von der Polizei angehalten und gründlich durchsucht, ehe sie weiter fahren konnten. Dabei trugen die Einsatzkräfte schusssichere Westen, und auch Maschinenpistolen waren im Anschlag. „Wir suchen nach allem, was nicht erlaubt ist“, erläutert Boronowski das Vorgehen. In anderen Städten, so 2012 in Kiel, wurde der Tross der anreisenden Mongols „gesammelt“, bevor er mit Polizeieskorte zum „Festort“ begleitet wurde, wie die „Kieler Nachrichten“ berichteten.

In Kalifornien gegründet

Der Mongols MC gründete sich nach Angaben des Chapter 1969 in Montebello, Kalifornien. Gebildet wurde er von Vietnamveteranen lateinamerikanischer Abstammung, denen es aufgrund ihrer Herkunft verweigert wurde, den Hells Angels beizutreten. Bis heute ist die Hauptpräsenz der Mongols in Südkalifornien. Weitere Chapter gibt es in 14 Staaten, darunter auch in Deutschland. Auf ihrer deutschen Internetseite haben die Mongols die Gründung weiterer Chapter angekündigt, ohne aber Orte zu nennen.

Mit größeren Problemen rechnete die Polizei bereits am Samstag angesichts ihrer auffallenden Großpräsenz für den weiteren Abend nicht. Erfahrungen aus anderen deutschen Städten, belegen dies.

Präsenz zeigte am Samstag die Polizei auch beim „Frühlingsfest“ der Bandidos in Ostsümmern. Besondere Ereignisse waren dort, so Boronowski, nicht zu verzeichnen.

 
 

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