Für die Bienen auf die Straße gehen

Sie hoffen auf zahlreiche Demonstrationsteilnehmer: Mitglieder des Kinder- und Jugendrates werben für die Aktion zum Tag der Umwelt am 4. Juni.
Sie hoffen auf zahlreiche Demonstrationsteilnehmer: Mitglieder des Kinder- und Jugendrates werben für die Aktion zum Tag der Umwelt am 4. Juni.
Foto: Michael May IKZ
Mitglieder des Kinder- und Jugendrates wollen am 4. Juli für die Bienen auf die Straße gehen.

Iserlohn..  Auch wenn sie in der Fußgängerzone „Bomben“ verteilen wollen, sind die Absichten, die die Mitglieder des Kinder- und Jugendrates verfolgen, ganz und gar friedfertig und höchst löblich. Denn die Jugendlichen wollen den diesjährigen „Tag der Umwelt“ zum Anlass nehmen, um am Samstag, 4. Juni, mit einer Demonstration auf das drohende Aussterben der Bienen aufmerksam zu machen.

Mit dem Demonstrationszug, der ab 11 Uhr vom Rathaus bis zur Reformierten Kirche an der Wermingser Straße führen sollen und dem sich jeder Interessierte anschließen kann, möchten die Jugendlichen ihre Mitbürger für das Thema „Bienen in der Stadt“ sensibilisieren. Hierzu werden sie neben Tüten mit Samenmischungen für Blühpflanzen auch besagte „Samenbomben“ verteilen. Dabei handelt es sich um handliche aus Sand, Erde, Gips und Samen bestehende Kugeln. Die „Bomben“ können auf jede beliebige Stelle am Boden geworfen werden, vorausgesetzt, es handelt sich um einen aufnahmefähigen Untergrund, um in der Folge kleine blühende Inseln entstehen zu lassen.

Die Jugendlichen werden am Tag der Umwelt, der unter dem Motto „Stadt. Land. Leben. – Umwelt macht Zukunft“ steht, nicht alleine in der Innenstadt unterwegs sein. „Wir haben Imker und Landwirte eingeladen, die uns an Ständen an der Reformierten Kirche unterstützen werden“, berichtet Tabea Jerlitschka (14). Dort werden auch noch weitere Gruppierungen wie der Naturschutzbund und die Naturschutzjugend oder die Kinderlobby vertreten sein, um sich für die Bienen stark zu machen. Ebenfalls mit von der Partie: Die Theatergruppe „The wild bunch“ aus Berlin, die ab Ende Mai auf dem Stiftungshof am Zollhausweg das Stück „Die kleinen Honigdiebe“ aufführen werden. An der Reformierten Kirche soll es einen Vorgeschmack hierauf geben.

Um möglichst viele Kinder und Jugendliche für den Bienenschutz zu mobilisieren und zudem am Aktionstag mit vielen Unterstützer in der Fußgängerzone Präsenz zu zeigen, gehen Mitglieder des Kinder- und Jugendrates sogar „Klinken putzen“. So wie etwa die MGI-Schülerin Tabea, die am Montag ihre alte Grundschule besuchte, um dort die Aktion in den Klassen vorzustellen und Tüten mit Bienensamenfutter zu verteilen. „In der dritten Klasse haben wir sogar eine ganze Schulstunde über das Thema diskutiert“, berichtet die 14-Jährige.

Begeistert zeigt sich derweil die Kinder- und Jugendbeauftragte Petra Lamberts vom Engagement, das die 58 Mitglieder des neu gewählten Kinder- und Jugendrates an den Tag legen. Neben der „Bienen-Gruppe“, so Lamberts, habe sich auch eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich bei der Betreuung von Flüchtlingskindern aktiv einbringen will. Eine weitere Gruppe testet die Iserlohner Spielplätze, weitere Mitglieder haben sich zusammengefunden, um das preisgekrönte Filmprojekt fortzusetzen. Der Arbeitstitel für die Fortsetzung: „Der Kinder- und Jugendrat auf der Suche nach Frieden.“ Petra Lamberts: „Ich bin begeistert. Hier sind junge Leute zusammengekommen, die etwas tun wollen und die sich auch politisch interessieren.

 
 

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