Frühschoppen entschädigt für Regen-Sonntag

Auf Sonne folgt Regen, folgt Sonne: Hunderte Besucher nutzten am Montag das gute Wetter zum Frühschoppen auf der Höhe, darunter IBSV-Oberst Hans-Dieter Petereit (2.v.l.) und Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (4.v.l.).
Auf Sonne folgt Regen, folgt Sonne: Hunderte Besucher nutzten am Montag das gute Wetter zum Frühschoppen auf der Höhe, darunter IBSV-Oberst Hans-Dieter Petereit (2.v.l.) und Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (4.v.l.).
Foto: IKZ
Hunderte Besucher am Montagmorgen beim IBSV-Fest auf der „Höhe“

Iserlohn..  Bei den meisten „Büdchen“ auf der Alexanderhöhe sind die Schotten noch dicht, ein Lkw fährt vor, um erste Materialien des Schützenfestes vom Wochenende abzutransportieren. Erste Anzeichen, doch nicht das Ende der Veranstaltung, Marschmusik stampft die Höhe hinab, es duftet nach Holzkohle und Grillfleisch, Bier steht bereit. Auch der letzte Tag des Schützenfestes, der mit dem Bürgerfrühschoppen beginnt, verspricht zünftig zu werden, nach und nach tröpfeln die Menschen auf die Höhe, auch um dem neuen Königspaar, Kirsten Greitzke und Ralf Wille, die Aufwartung zu machen. Mehrere Hundert werden es im weiteren Tagesverlauf werden.

Das diesjährige Schützenfest – es war eine selten erlebte Achterbahnfahrt, zumindest was das Wetter anbetrifft. Höchsttemperaturen bis an die 40 Grad am Samstag, dunkle Wolken und Starkregen am Sonntag. Getrübt hat letzteres die Stimmung zwar ein wenig – aber sicher nicht verdorben, wie etwa die Musikparade am Sonntag im Hembergstadion zeigte.

Königspaar durch Wetter um „seinen“ Umzug gebracht

Diejenigen, die mit am meisten unter dem Wetter am Sonntag litten, waren wohl das Königspaar, das so um seine Kutschenfahrt und die Vorstellung bei den Iserlohnern gebracht wurde. Der IBSV hatte den Großen Umzug, wie berichtet, aus Sicherheitsgründen abgesagt.

„Das ist natürlich total schade“, sagte eine dennoch gut gelaunte Kirsten Greitzke am Montag bei strahlendem Sonnenschein. „Die Kutschfahrt, das Foto vor dem Wichelhovenhaus, das Umzugsende auf der Paradestraße – das ist uns jetzt leider alles entgangen“, sagt sie. „Aber die Sicherheit geht natürlich vor“, ergänzt Ralf Wille.

Statt beim Umzug verbrachte das Königspaar einen Teil des Sonntags nun beim Essen mit dem IBSV-Vorstand und Gästen im Hotel „VierJahreszeiten“. Kurios: „Als wir später mit dem Bus zur Höhe fuhren, standen noch viele Menschen an den Straßen“, erzählt Kirsten Greitzke. „Offenbar hatten nicht alle mitbekommen, dass der Zug ausfällt.“

Den Montag nun wollte das Schützenpaar noch ausgiebig auskosten. Eine Kutschfahrt werden sie nun hoffentlich im nächsten Jahr noch erleben dürfen, dann eben als das scheidende Königspaar beim Samstags-Umzug.

Und wenn das Wetter dann wieder Kapriolen schlagen sollte? „Das wird nicht passieren, das weiß ich sicher“, gibt sich Schützenkönig Ralf Wille bestimmt und zuversichtlich für die Zukunft.

Abschied der Kapellen gerät noch mal zu Höhepunkt

Am Abend zuvor stand noch ein besonderer Programmpunkt an: die Verabschiedung der Kapellen. Am Sonntagnachmittag waren jedoch deutlich weniger Leute in die Parkhalle gekommen, als in den Vorjahren, um noch einmal musikalisch unterhalten zu werden. Diejenigen, die dabei waren, spendeten den Musikern herzlichen Applaus und dankten so für die musikalische und körperliche Leistung, die sie an diesem heißen Wochenende beim Festzug am Samstag, bei der Musikparade am Sonntag und den vielen Platzkonzerten erbracht hatten. Den emotionalen Höhepunkt der Show lieferten aber Iserlohner Urgesteine: Mit dem triumphalen „Highland Cathedral“ sorgten die Iserlohner Stadtmusikanten zusammen mit den „1st Sauerland Pipes and Drums“ für Gänsehaut.

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