Feuerwehrmann wollte in Flammen sterben

Foto: Josef Wronski/IKZ
Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr haben am Montagabend an der Hans-Böckler-Straße einen Kameraden aus den eigenen Reihen schwer verletzt gerettet. Er wollte offenbar beim selbst gelegten Wohnungsbrand sterben.

Iserlohn.  Ein 37-jähriger Feuerwehrmann hat sich am Montagabend bei einem Suizidversuch in der Wohnung seiner Freundin an der Hans-Böckler-Straße verbarrikadiert und dann das Mobiliar angezündet. Die eigenen Kameraden retteten ihn, konnten aber nicht verhindern, dass er lebensgefährliche Verletzungen erlitt.

„Es handelt sich augenscheinlich um einen Suizidversuch“, stellte Polizeisprecher Dietmar Boronowski fest. Der 37-Jährige habe kurz vor der Tat seine Freundin angerufen und ihr mitgeteilt, dass er aus dem Leben scheiden wolle. Die Freundin alarmierte darauf hin gegen 20.20 Uhr Feuerwehr und Polizei. Die Polizisten trafen als erste ein, schafften es aber nicht, die verbarrikadierte Tür zu öffnen. Erst der Feuerwehr gelang es kurz darauf, den Schwerverletzten aus den Flammen zu retten. Den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr ging diese dramatische Aktion besonders nahe, handelte es sich bei dem 37-Jährigen doch um einen Mann aus den eigenen Reihen.

Die Berufsfeuerwehr hatte etwa eineinhalb Stunden mit der Rettung der Bewohner und der Bekämpfung des Brandes zu tun. Die Wohnung im ersten Geschoss wurde unbewohnbar, drei Personen vorübergehend ausquartiert. Mit Hilfe der Drehleiter wurde außerdem eine ältere Frau aus dem zweiten Stock in Sicherheit gebracht.

Der 37-Jährige, der in Menden wohnt, erlitt Brandverletzungen zweiten und dritten Grades, vor allem im Bereich von Kopf und Oberkörper. Er wurde zuerst im Rettungswagen notärztlich behandelt und dann mit „Christoph 8“ , der am Bethanienkrankenhaus landete, nach Dortmund geflogen.

 
 

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