Eine rasend schnelle Entwicklung

Interessiert verfolgten die Zuhörer die Beiträge der 1. Iserlohner Bildungskonferenz, die in der Aula des Märkischen Gymnasiums stattfan
Interessiert verfolgten die Zuhörer die Beiträge der 1. Iserlohner Bildungskonferenz, die in der Aula des Märkischen Gymnasiums stattfan
Foto: Michael May/IKZ

Iserlohn.  Zur ersten Iserlohner Bildungskonferenz hatten das Schulverwaltungsamt und das Jugendamt am Dienstag Grundschullehrer und Erzieherinnen in die Aula des Märkischen Gymnasiums eingeladen. 60 Teilnehmer konnte Beigeordnete Katrin Brenner zu der Veranstaltung begrüßen, deren inhaltlicher Schwerpunkt die Zusammenarbeit von Tagesstätten mit Grund- und Förderschulen insbesondere mit Blick auf den Kinderschutz sein sollte.

An der richtigen Stelle das Richtige tun

„Die Bildungslandschaft entwickelt sich rasend schnell. Uns geht es darum, an der richtigen Stelle das Richtige zu tun“, erläuterte Beigeordnete Brenner den Hintergrund der Zusammenkunft in großer Runde, die fortan in unregelmäßigen Abständen tagen soll. Weshalb unter der Vielzahl der relevanten Themen der Kinderschutz bei der 1. Bildungskonferenz im Mittelpunkt stehen sollte, erklärte Jugendamtsleiter Kai Maibaum. Da im Januar das neue Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten sei, biete der Konferenz-Rahmen eine optimale Gelegenheit, das Artikelgesetz im Expertenkreis zu durchleuchten. Ein Expertenkreis überdies, den es in dieser Zusammensetzung noch vor wenigen Jahren wohl nicht gegeben hätte. Dass Schulverwaltungsamtsleiter Wolfgang Kolbe und Jugendamtsleiter Maibaum gemeinsam eingeladen hatten, verdeutlicht die vor einer Dekade eingeleitete jugend- und bildungspolitische Zeitenwende. Waren die Ressorts „Jugendhilfe“ und „Schule“ bis dahin weitgehend getrennte Wege gegangen, stehen die Zeichen seit 2002 im Land NRW auf Zusammenarbeit, formuliert etwa in der Bildungsvereinbarung des Landes sowie in den Festlegungen zur individuellen Förderung im Tagesstätten-Bereich. Bei allen strukturellen Unterschieden vereine beide Bereiche der Auftrag zur Arbeit im Sinne der Kinder, betonte Maibaum, „daraus resultiert eine Verpflichtung zur Kooperation.“ In diesem Sinne sei in Iserlohn beispielsweise mittlerweile jeder Kindertagesstätte eine kooperierende Grundschule zugeordnet. Um das Plenum über die im Kinderschutzgesetz getroffenen Regelungen zu informieren, hatte die Verwaltung den seit 25 Jahren in der Jugendhilfe tätigen freiberuflichen Berater Johannes Schnurr eingeladen. Michael Czech, Leiter des Bildungsbüros MK, referierte zudem über die Zusammenarbeit im Sinne des Kinderschutzes auf Kreisebene. Überdies stellte sich bei der 1. Bildungskonferenz die neue MK-Schulrätin Sabine Stahl vor, die einen aktuellen Überblick zum Thema Inklusion gab.

 
 

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