„Ein Stück Zukunft für die Stadt und künftigen Mieter gebaut“

Zimmerermeister Heinz Holtrup aus Lünen sorgte nicht nur zur Freude von Michael Schmitt (re.)  für den Richtspruch, auch wenn er keinen Nagel auf der Baustelle einschlagen konnte und musste.
Zimmerermeister Heinz Holtrup aus Lünen sorgte nicht nur zur Freude von Michael Schmitt (re.) für den Richtspruch, auch wenn er keinen Nagel auf der Baustelle einschlagen konnte und musste.
Foto: Michael May IKZ
Die IGW feierte am Samstag Richtfest auf dem Neubauprojekt zwischen Rahmenstraße und Kluse, in das die ersten Bewohner am 1. Mai einziehen können.

Iserlohn.  Auch wenn wegen der Flachdächer überhaupt kein Zimmerer zum Einsatz kam, lud die Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft am Samstag zum traditionellen Richtfest bei ihrem Neubauprojekt zwischen Rahmenstraße und Kluse.

Denn Gründe zum Feiern gebe es einige, machte der IGW-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Schmitt deutlich: Unfallfrei sei die Fertigstellung des Rohbaus mit insgesamt 3000 Quadratmetern Wohnfläche über die Bühne gegangen. „Und wir sind voll im Zeit- und Kostenrahmen.“ Beziehungsweise sogar noch schneller als gedacht: Denn im Gegensatz zur ersten Planung sind die beiden über ein offenes Treppenhaus verbundenen Gebäude mit jeweils sechs Wohnungen an der Kluse bereits zum 1. Mai bezugsfertig.

23 von 34 Mietverträgen sind bereits unterzeichnet

Zum ursprünglich angedachten Termin am 1. September folgt dann das Gebäude an der Rahmenstraße mit weiteren 22 Mietwohnungen. Michael Schmitt dankte den Mitarbeitern der IGW, die mit dem Projekt „ein innovatives Zeichen“ setzen und zeigen würden, dass die Wohnungsgesellschaft, die zu 95 Prozent der Stadt gehört – daneben gibt es noch 15 private Gesellschafter – „ein verlässlicher Partner vor Ort“ sei, und das trotz einer momentanen „Doppelt- und Dreifachbelastung“ durch weitere Projekte und auch die Unterbringung der Flüchtlinge. „Die IGW hat hier ein Stück Zukunft für die Stadt und die künftigen Mieter gebaut“, sagte der CDU-Ratsherr und freute sich, dass einige der 23 Bewohner, die bereits einen Mietvertrag unterzeichnet haben, am Samstag mitfeierten. Bevor sie das erste Mal einen Blick in ihre künftigen Wohnungen werfen konnten, betonte Architekt Norbert Post, worum es bei dem „gemeinschaftlichen Bauprojekt über alle Generationen hinweg“ gehe: Durch die unterschiedlich großen Wohnungen – vom Appartement mit 47 Quadratmetern bis zur Maisonette-Wohnung über drei Etagen mit 130 Quadratmetern – gebe es Angebote für Singles ebenso wie für Familien, würden Junge wie Alte gleichermaßen angesprochen.

Gemeinschaftsraum als Nahtstelle für Treffen

Neben dem Vorteil, gegebenenfalls bei einer Änderung der eigenen Lebenssituation innerhalb des Hauses oder der Häuser umziehen zu können, solle so eine lebendige Nachbarschaft entstehen. „Nahtstelle für Treffen der Bewohner“ solle dabei der Gemeinschaftsraum an der Kluse sein, der aber auch beispielsweise für Familienfeiern entsprechend gemietet werden kann. Auch Norbert Post freute sich, dass auf dem rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück, das zuvor durch zumeist leerstehende und schlecht erhaltene Industriebauten ein „Schandfleck“ am (für Bahnreisende) „Entrée Iserlohns“ gewesen sei, „der Stadt wieder ein Stück Gesicht“ gegeben werden könne.