Der Gutachter hat jetzt das Wort

Dr. Ernst Rösner stellt sein Gutachten am 6. Juni vor.
Dr. Ernst Rösner stellt sein Gutachten am 6. Juni vor.
Foto: Michael May/IKZ
Die Expertise zur Umgestaltung der Iserlohner Schullandschaft, die vom Gutachter Dr. Ernst Rösner in den vergangenen Wochen erstellt worden ist, wird dem Schulausschuss am 6. Juni erstmals vorgestellt.

Iserlohn.  Gelingt der Durchbruch, oder ist es der Auftakt zu weiteren heftigen politischen Auseinandersetzungen? Am kommenden Mittwoch wird der Schulausschuss ab 17 Uhr zu einer außerordentlichen öffentlichen Sitzung im Ratssaal zusammenkommen. Einziger Tagesordnungspunkt ist die Vorstellung der Expertise zur Umgestaltung der Iserlohner Schullandschaft, die der vom Rat der Stadt beauftragte Gutachter Dr. Ernst Rösner in den vergangenen Wochen erstellt hat.

Empfehlung zu Gunsten der Sekundarschule

Rösners Auftritt im Ausschuss wird von den Ratsfraktionen mit großer Spannung erwartet, zumal der Experte am Mittwoch erstmalig sein Gutachten im Zusammenhang vorstellen wird und die Politiker selbst das Werk auch erst nach der Sitzung erhalten werden. Wie bereits berichtet, wird Rösner für Iserlohn unter anderem die flächendeckende Einführung der Sekundarschule empfehlen, womit eine Auflösung sämtlicher Haupt- und Realschulen einherginge. Für den Iserlohner Norden regt der Gutachter die Gründung einer sogenannten Primusschule an, um dort gemäß der Forderung des Rates ein weiterführendes Angebot zu erhalten.

Mit richtungsweisenden Entscheidungen könne am Mittwoch indes noch nicht gerechnet werden, erklärt Schulressortleiterin Katrin Brenner im Gespräch mit unserer Zeitung. Da der Politik in der Sitzung erstmalig das gesamte Gutachten vorgestellt wird, sei zwar sicherlich mit Nachfragen zu rechnen, nicht aber mit Festlegungen zu den Aussagen der Expertise. Drei Wochen bleiben den Fraktionen anschließend Zeit, sich intensiv mit dem Rösner-Papier auseinanderzusetzen, bevor der Fachausschuss am 27. Juni erneut zu einer außerordentlichen, öffentlichen Sitzung zusammenkommt. Dann, so die Hoffnung Brenners, sollen konkrete Beschlussempfehlungen für den Mitte Juli tagenden Rat ausgesprochen werden. „Das wäre mit Blick auf die politische Sommerpause allein schon aus Termingründen ausgesprochen wichtig“, betont die Ressortleiterin. Denn sollte beispielsweise die Gründung einer Primusschule für den Norden eine Mehrheit im Stadtparlament finden, müsste die Verwaltung spätestens bis zum 31. August einen entsprechenden Antrag beim Land stellen zur Teilnahme am zugehörigen Modellversuch, bevor weitere Schritte in die Wege geleitet werden könnten.

 
 

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