Den Ton gibt das Stachelschwein Matilda an

Der kleine Drache Kokosnuss, Kindertheater
Der kleine Drache Kokosnuss, Kindertheater
Foto: Michael May
Am Sonntag haben sich neugierige Kinder im Parktheater versammelt um gemeinsam mit dem kleinen Drachen Kokosnuss auf Abenteuerreise zu gehen.

Iserlohn.. Am Sonntag haben sich neugierige Kinder im Parktheater versammelt um gemeinsam mit dem kleinen Drachen Kokosnuss auf Abenteuerreise zu gehen. Die Geschichten von Ingo Siegener um den kleinen Drachen sind aus den heutigen Kinderzimmern kaum weg zu denken – und genauso erfolgreich machen sich diese auch im Theater. Mit dem zweiten Stück „Der kleine Drache Kokosnuss rettet die Welt“ schickt Regisseur Lajos Wenzel vom Jungen Theater Bonn den sympathisch naiven Mini-Drachen jetzt auf eine Reise zum Meeresgrund, um gemeinsam mit seinen Freunden den drohenden Weltuntergang aufzuhalten.

Sein Markenzeichen ist die grüne Kappe

Zu diesem skurrilen, mutigen Team gehören neben dem Flugdrachen Kokosnuss, gespielt von Bernard Niemeyer, auch Katharina Feilschen als Matilda das Stachelschwein und Christian Steinborn als Fressdrache Oskar. Der aufgeweckte kleine Drache, dessen Markenzeichen die grüne Kappe ist, geht mit einer gesunden Portion Naivität durchs Leben und stellt sich entschlossen jeder Gefahr. Unterstützt wird Kokosnuss daher von dem knuffigen, notorisch von Hunger geplagten Fressdrachen Oskar, der einen blinkenden Denkapparat braucht, um Erleuchtung zu finden.

Den Ton in diesem Trio gibt eindeutig das schlaue Stachelschwein Matilda an. Mit genügend Nachschlageliteratur, wie die „Drachenklopedie“, weiß sie immer Rat und versucht logisch an die Dinge heranzugehen. Alle anderen Figuren spielt der wandlungsfähige Thomas Kahle. Zum einen wird er zur bedrohlichen Riesenkrake oder lüftet als Orakelchen dunkle Geheimnisse, wie das Sternenbild des Obstsalates – und jagt als doch gar nicht so böser Donnertroll sein Unwesen.

Auf einer kleinen, weit entfernten Dracheninsel leben die drei Helden der Geschichte. Nach der Nachricht des Weltuntergangs, macht sich das Trio auf, um die Welt zu retten. Zunächst suchen sie den „roten Piratenstein“ auf dem Meeresgrund, kämpfen mit einer Riesenkrake und versuchen von dem Orakelchen die rettende Antwort zu erfahren. Schließlich stellen sie sich dem bösen Donnertroll, der für den Weltuntergang verantwortlich ist. Das Motto „Wir retten die Welt“ zieht sich auch musikalisch durch das Stück und wird mit dem gleichnamigen Song, geschrieben von Thomas Guthoff, zum Ohrwurm.

Einfaches aber effektives Bühnenbild

Mit Gesang und viel Wortwitz unterhält das Stück nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern. Mit einer kindlich, naiven Art schaffen es die Schauspieler, die Geschichte zu erzählen. Und erklären ganz nebenbei auch einiges über den Planeten Erde und Sonnenfinsternisse. Das Musical ist bunt und vorwitzig und bringt die Geschichte damit näher zu seinem Publikum. Durch die zum Teil sehr offene Geschichte, in dem Personen neu erfunden und Requisiten kreativ umgewandelt werden, wird der Fantasie viel Raum gelassen.

Das einfache, aber effektive Bühnenbild wird für jeden neuen Ort schnell umgebaut, so dass es mit entsprechendem Licht und verschiedenen Requisiten zu einer eigenen Welt wird. Die finale Botschaft, die auch im Song „Wir retten die Welt“ steckt, ist an sich zu glauben und so zu sein, wie man ist – nämlich „drachenstark“.

 
 

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