Chinesen an Stadtplanung interessiert

Zu Gast im Iserlohner Rathaus berieten die Chinesen mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und Baudezernent Mike Janke über Stadtplanung und -entwicklung.
Zu Gast im Iserlohner Rathaus berieten die Chinesen mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und Baudezernent Mike Janke über Stadtplanung und -entwicklung.
Foto: IKZ
Um das Management von Gewerbeflächen und deren Revitalisierung kennen zu lernen, war am Dienstag eine Gruppe aus China zu Besuch in Iserlohn.

Iserlohn..  Eine Delegation aus der chinesischen Stadt Tianjin war am Dienstag zu Besuch in Iserlohn. Ziel der Verwaltungs-Mitarbeiter der 12-Millionen-Metropole war es, Stadtplanung und -entwicklung Iserlohns sowie Energie- und Umweltstrategien näher kennen zu lernen. Dass die Wahl auf die Waldstadt fiel, kann sich Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens einerseits durch den Titel KWK-Modellkommune erklären, zum anderen durch das Bemühen um die Revitalisierung von Gewerbeflächen.

Rundgang führte zu ehemaligen Fabrikgebäuden

So waren die Chinesen auch am Management von Gewerbeflächen, insbesondere aber auch an Revitalisierungsflächen interessiert. Bei einem Rundgang sahen sie zunächst das Mühlentor, den Südengraben, den Fritz-Kühn-Platz und die Stadtmauer, bevor sie durch die ehemaligen Fabrikgebäude Christophery sowie Kissing & Möllmann geführt wurden. Beim Hinweis, dass die Stadt das Karstadt-Gebäude gekauft hat, kam gleich die Frage, ob das Warenhaus auch durch die Kommune betrieben wurde.

Anschließend begrüßten Dr. Peter Paul Ahrens und Baudezernent Mike Janke die Gäste im Rathaus. „So ganz vergleichbar ist die Größe der Städte ja nicht“, so der Bürgermeister, der gleich ein Lob für die „sehr schöne Stadt mit ihren sehr freundlichen Menschen“ erhielt. Die Chinesen prophezeiten Iserlohn „eine große Zukunft“.

Viele Gebäude müssen in der Metropole umgebaut werden

In Tianjin gebe es große Probleme, weil eine Vielzahl von Gebäuden umgebaut werden müssten, um der stetig wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden. „Die Regierung hat Veränderungen herbeigeführt, nun werden bei uns mehrere Industriegebiete zu einer Stadt zusammengeführt“, so einer der Delegationsvertreter. Hinzu kommen jährlich etwa 1120 neue Gebäude. Die Wirtschaft in der viertgrößten Stadt Chinas entwickelt sich rasant, so gilt Tianjin als landesweit führend in der Förderung von Erdöl, außerdem gibt es dort eine der weltweit wichtigsten Bergbaumessen. Zu diesem Stichwort konnte Dr. Ahrens am Beispiel der Kettenwerke Thiele das Iserlohner Wirtschaftsleben skizzieren und eine Verbindung zu China herstellen.

Die Gäste haben ein großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit signalisiert. Nach den Stationen am Montag in Stuttgart und am Dienstag in Iserlohn führt ihr Weg nun nach Düsseldorf und dann wieder nach Hause.

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