Besonderer Brunch zum Jahresende

Statt der Frauenunion finanzierte diesmal der Förderverein der Einrichtung für Drogenkranke das üppige Büfett. Allein rund 120 Drogenkranke besuchen derzeit regelmäßig die Werkstatt im Hinterhof, um mit Metadon substituiert zu werden.
Statt der Frauenunion finanzierte diesmal der Förderverein der Einrichtung für Drogenkranke das üppige Büfett. Allein rund 120 Drogenkranke besuchen derzeit regelmäßig die Werkstatt im Hinterhof, um mit Metadon substituiert zu werden.
Foto: Michael May IKZ
Der Förderverein der Werkstatt im Hinterhof hatte am Dienstag zum Jahresabschluss-Brunch in die AWo-Einrichtung für Drogenkranke eingeladen.

Iserlohn..  Selbst Stehplätze waren knapp, als Achim Rabenschlag gestern um Punkt 12 Uhr den Brunch zum Jahresende in der „Werkstatt im Hinterhof“ eröffnete. Und wenngleich die Veranstaltung eine langjährige Tradition hat, war der gestrige Brunch doch eine Besonderheit. Nicht nur, dass statt der Frauenunion diesmal der Förderverein der AWo-Einrichtung für Drogenkranke das üppige Büfett finanziert hatte, überdies dürfte es sich auch um die letzte Veranstaltung in den Räumen im ersten Obergeschoss der alten Fabrik an der Oberen Mühle gehandelt haben, da die Einrichtung in den nächsten Wochen ihr neues Domizil im Erdgeschoss beziehen wird. „Der Termin wurde uns von der Stadt zwar noch nicht genannt, aber wir scharren alle schon mit den Hufen, dass es endlich losgeht“, berichtet Sozialarbeiter Rabenschlag, dass nicht nur für ihn mit dem Umzug und der damit einhergehenden räumlichen Expansion ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen wird.

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens hatte der „Werkstatt“ bereits am Vormittag des Heiligabends einen Besuch abgestattet, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um Achim Rabenschlag sowie den Besuchern der Einrichtung ein frohes Fest zu wünschen. Rabenschlag nutzte die Gelegenheit, Dr. Ahrens über den Fortgang des geplanten Umzugs der Werkstatt in ihre neuen Räume zu informieren, der nach den ursprünglichen Planungen schon im Dezember hätte stattfinden sollen. Nachdem der eigentlich mit dem Umbau betraute Architekt aber überraschend abgesprungen war, stockte das Vorhaben, das nun ab Januar mit neuem Architekten angegangen und vollendet werden soll.

Allein rund 120 Drogenkranke besuchen derzeit regelmäßig die von der Stadt finanzierte Werkstatt und werden hier mit Methadon substituiert. „Die Szene ist hier“, so Achim Rabenschlag, der sich glücklich schätzt, dass mit Dr. Martina Harbrink-Schlegel täglich eine Medizinerin in der Werkstatt präsent ist, die nach dem Umzug in eigene Praxisräume im Erdgeschoss einziehen wird.

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