Auslandsbesuche das Herzstück

In den Gängen der Volkshochschule am Stadtbahnhof präsentieren die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums An der Stenner in Form von Fotos und Collagen ihre Projekterfahrungen.
In den Gängen der Volkshochschule am Stadtbahnhof präsentieren die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums An der Stenner in Form von Fotos und Collagen ihre Projekterfahrungen.
Foto: IKZ
„Entspannende Kurzurlaube“, wie es auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens in einem Grußwort formulierte, waren die Auslandsaufenthalte der Stenner-Gymnasiasten aber nicht.

Iserlohn..  Für eine Europaschule wie das Gymnasium An der Stenner ist das Comenius-Projekt „Roads connecting us“ der EU ja gerade wie geschaffen. Mit weiteren vier Partnerschulen in Chojnice (Polen) Madrid (Spanien), Suonenjoki (Finnland) und Chiavenna (Italien) war das Iserlohner Gymnasium für rund zwei Jahre Bestandteil eines internationalen Netzwerks, wie es Stennerlehrer Wolfgang Alkewitz am Donnerstag bei der Eröffnung einer Ausstellung über das Projekt (Fotos und Collagen) und der Vorstellung einer 112-seitigen Projektpräsentation in der Volkshochschule formulierte.

Neben Alkewitz waren sieben weitere Lehrerinnen und Lehrer und 26 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt beteiligt. Wechselseitige Besuche in den Partnerländern bildeten dabei das Herzstück des Projektes. Die Schüler waren im Ausland in Gastfamilien untergebracht, teilweise gab es für die Iserlohner Teilnehmer auch zwei Auslandsaufenthalte. Vom 15. bis 20. Dezember 2013 befanden sich die Stenner-Gymnasiasten in der Rolle des Gastgebers. Für die Gäste standen damals unter anderem ein Empfang im Rathaus und ein Besuch im Düsseldorfer Landtag auf dem Programm.

Gemeinsame Identitätals Bürger Europas

„Entspannende Kurzurlaube“, wie es auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens in einem Grußwort formulierte, waren die Auslandsaufenthalte aber nicht. Einen normalen Touristen würde es vermutlich auch nicht nach Suonenjoki in die eher tiefere finnische Provinz verschlagen. Vielmehr war es ein wichtiges Projektziel, durch Begegnungen zwischen Schülern aber auch Lehrkräften der verschiedenen Schulen eine gemeinsame Identität als Bürger Europas zu schaffen. Kulturelle und religiöse Besonderheiten sollten wahrgenommen, verstanden und gewürdigt, sprich interkulturelle Kompetenz gefördert werden. Und da Englisch für alle Projektteilnehmer Arbeitssprache war, dürften sich auch die entsprechenden Sprachkenntnisse weiter vertieft haben. Wolfgang Alkewitz bedankte sich beim städtischen Büro für Europaangelegenheiten für die Unterstützung. Und die habe man auch jederzeit von Schulleiter Heinz-Dieter Klusmann erhalten, etwa wenn es darum ging, Klausur-Terminierungen mit Projektverpflichtungen vereinbar zu machen.

In der VHS kamen auch noch drei teilnehmende Schülerinnen zu Wort: Antonia Skiba schilderte, dass sie in Polen und Finnland viele gute Erfahrungen gemacht und junge Menschen kennengelernt habe, die die selben Träume und selben Sorgen hätten. Es habe sich eine kleine Comenius-Gemeinde gebildet. Julia Kalnik war in Finnland und Italien und hat dort den jeweiligen Familienalltag hautnah erleben dürfen. Das habe ihr viel gebracht. Und Rebecca Tatang Widjaja, die in Finnland und Italien zu Gast war, betonte, dass wirklich nicht nur der Spaß im Vordergrund stand. Es habe Projektarbeiten und Präsentationen gegeben, auch für die umfangreiche Dokumentation musste zugearbeitet werden.

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