„aufRecht“ muss den „Lichtblick“ verlassen

Die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde benötigt die Räume für eigene Angebote.

Iserlohn..  Der Verein „aufRECHT“ sucht ein neues Domizil. Wie der Vorsitzende Ulrich Wockelmann auf Anfrage bestätigt, muss der Verein das Sozialzentrum „Lichtblick“ am Bilstein bis zum 1. Juli verlassen. Seit September 2009 konnte der Verein, der Erwerbslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen unterstützt, ihnen bei Behördengängen hilft und eine unabhängige Sozial- und Rechtsberatung bietet, den Lichtblick kostenlos für seine Angebote nutzen. Rund 7200 Beratungsgespräche mit rund 1700 Hilfesuchenden hat der Verein in diesen fünfeinhalb Jahren durchgeführt.

„Der Bedarf wird nicht weniger“, sagt Ulrich Wockelmann, der nun hofft, erneut möglichst zentrumsnah einen Büroraum mit Telefon- und Faxanschluss für die zwei Mal wöchentlich angebotenen Sprechstunden kostenlos zur Verfügung gestellt zu bekommen. Dazu hat er auch die politischen Fraktionen im rat angeschrieben. Ein Antrag an Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens seitens der SPD-Fraktion, den Verein mit einem städtischen Raum zu unterstützen, liegt bereits vor.

Karl-Heinz Kühn bereits seit März tätig

Wie Dörte Knoch vom Lichtblick auf Anfrage sagt, benötige die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde, die den „Lichtblick“ betreibt, die Räume zukünftig für die eigenen Angebote. Vor allem die Flüchtlingsarbeit nehme einen verstärkten Raum ein. Gleichzeitig hat der „Lichtblick“ bereits im März ein eigenes Sozialangebot eingerichtet, das Karl-Heinz Kühn ehrenamtlich immer montags und mittwochs von 15 bis 17 Uhr anbietet. Der 65-Jährige hat von 1977 bis 1992 bei der Arbeitsagentur Iserlohn gearbeitet und war dann bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr im Berufsförderungswerk Dortmund als Rehabilitationsberater tätig.

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