Antrag ist genehmigungsfähig

Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern aus der Verwaltung hatte Dr. Ahrens zum Runden Tisch geladen.
Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern aus der Verwaltung hatte Dr. Ahrens zum Runden Tisch geladen.
Foto: Josef Wronski/IKZ

Iserlohn.  Wenn alle nötigen Voraussetzungen gegeben sind, legt die Bezirksregierung der Stadt beim Bau einer zweiten Gesamtschule in Hennen rechtlich keine Steine in den Weg.

So lautet - kurz zusammengefasst - das Ergebnis des zweiten Runden Tisches zur Schulentwicklung, der am frühen Donnerstagabend im Rathaus in nicht-öffentlicher Sitzung tagte. Daran nahm neben den Schulleitern und den Mitgliedern der Kleinen Kommissionen Schulentwicklungsplanung und Gesamtschule, der Initiative Pro 2. Gesamtschule, des Bildungsforums und der Stadtschulpflegschaft erstmals auch eine vierköpfige Delegation der Genehmigungsbehörde teil, angeführt vom Leiter der Arnsberger Schulabteilung Christian Salomon.

„Endlich haben alle Beteiligten denselben Informationsstand, denn es konnten alle Fragen geklärt werden“, berichtete im Anschluss auf Anfrage Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Er freute sich zudem, dass anders als bei der ersten Sitzung „ein sehr sachlicher Ton“ geherrscht habe. Zu den Voraussetzungen, die die Stadt als Schulträger jetzt noch ihrem Antrag an die Bezirksregierung beifügen muss, gehört zum einen ein Raumprogramm. Das Konzept, wie vier Eingangsklassen ab dem Schuljahr 2013/14 und dann in den Folgejahren die weiteren Jahrgänge in der um- und angebauten Hennener Hauptschule untergebracht werden, stehe, so der Bürgermeister, bis zur nächsten Sitzung des Schulausschusses am 27. September, die genaue Planung würde dann noch mit in- und externen Bau-Fachleuten bis wahrscheinlich Ende Oktober geklärt werden können.

Eine weitere Voraussetzung, die bereits vorliegt und von der Bezirksregierung jetzt auf Plausibilität überprüft wird, ist die „anlassbezogene Schulentwicklungsplanung“. Dabei hat die Verwaltung neben dem Bau der zweiten Gesamtschule die voraussichtliche Schließung der Hauptschule Im Wiesengrund eingerechnet. Letzteres würde zu einer Steigerung der Anmeldezahlen bei den Realschulen führen, die zugleich potenzielle Schüler an die Gesamtschulen verlieren. Das droht auch den Gymnasien, die aber ja zugleich eine gestiegene Eingangsquote verzeichnen können. Beim MGI bedeute das unterm Strich voraussichtlich eine nur geringfügig geringere Schülerzahl, das „Stenner“ und das Gymnasium Letmathe profitieren hingegen geringfügig, wobei letzteres als zahlenmäßig kleinstes Gymnasium „trotzdem zuerst in den Fokus notwendiger schulorganisatorischer Änderungen“ gerate.

Ähnliches steht bei den Realschulen bevor: Durch eine zweite Gesamtschule würde die Bömberg-Realschule bereits 2016 unter die Dreizügigkeit fallen, am Hemberg und in Letmathe rutsche man dann bereits im kommenden Jahr von der Vier- in die Dreizügigkeit. In Letmathe ist in der Prognose bereits die durch die Errichtung der Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde zurückgehende Schülerzahl enthalten. Deswegen, so die Schulverwaltung, müsse „nun wesentlich früher über schulorganisatorische Maßnahmen zu sprechen sein wie die Schließung einer Realschule oder die Unwandlung einzelner Schulen in andere Schulformen“. Und bei den Hauptschulen gebe es an der „Martin Luther“ durch die Wiesengrund-Schließung zunächst eine Stabilisierung, in Letmathe könne dagegen voraussichtlich bereits ab 2016 keine Eingangsklasse mehr gebildet werden.

 
 

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