Essen

Integrationsstreit im Essener Norden um Moschee-Parkplätze: „Altenessen droht zu kippen“

Eine 180 Grad Panorama-Aufnahme der Katzenbruchstraße in Essen- Altenessen: In diesem Teil der Stadt ist innerhalb der SPD ein Streit über Integration und Zuwanderung entbrannt.
Eine 180 Grad Panorama-Aufnahme der Katzenbruchstraße in Essen- Altenessen: In diesem Teil der Stadt ist innerhalb der SPD ein Streit über Integration und Zuwanderung entbrannt.
Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services
  • Geplante Moschee-Parkplätze entfachen Streit in Essen
  • SPD-Ratsherr Karlheinz Endruschat macht sich Sorgen um Essener-Norden
  • Politiker bekommt starken Gegenwind aus eigener Partei

Essen. In Essen ist ein größerer Streit um mehrere neu geplante Moschee-Parkplätze in der SPD entbrannt: Politiker Karlheinz Endruschat befürchtet zu große Veränderungen durch weitere Zuwanderung, vor allem im Stadtteil Altenessen,

In erster Linie ging es beim Streit um zu wenige Parkplätze: Am Ende geht es Poltiker Endruschat aber auch, um die damit für ihn einhergehenden Integrationsprobleme.

„Altenessen droht zu kippen“

Das Zusammenleben von Migranten und anderen Bewohnern könnte durch die Errichtung der Parkplätze gestört werden. Das befürchtet zumindest der langjährige Ratsherr Karheinz Endruschat im . Seine Sorge: „Altenessen droht zu kippen.“

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Gibt es zu viele Zuwanderer im Essener Norden? „Die Muslimisierung der Stadtteile im Essener Norden ist niemals seriös hinsichtlich zukünftiger Konflikte hinterfragt worden“, so Endruschat.

Kein religiöses, sondern soziales Problem

Bei aller Toleranz innerhalb der Partei, gehe es nun darum: „Grenzen zu setzen“. Essens Partei-Vorsitzender Thomas Kutschaty distanziert sich stark von seinem Stellvertreter. „Wir glauben, dass gerade eine solche Grenze erreicht wird“, so heißt es in einer Mitteilung der Essener SPD zu Endruschats Äußerungen.

Weiter habe man es: „Nicht mit einem religiösen Problem zu tun, sondern mit einem sozialen“.Trotzdem gäbe es natürlich Missstände und Endruschat habe natürlich das Recht, diese offen anzusprechen, sagte Kutschaty. „Wir werden jetzt gemeinsam in der Partei nach Lösungen suchen“, sagte Endruschat gegenüber DER WESTEN. (mj)

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