Viele Erinnerungen an eine tolle Freundschaft über 20 Jahre

20 Jahre Städtepartnerschaft Hemer Schelkowo
20 Jahre Städtepartnerschaft Hemer Schelkowo
Foto: IKZ

Hemer/ Schelkowo.  Es war ein Festtag der großen Worte und Ehrungen, doch das Wichtigste der Städtepartnerschaft Hemer-Schelkowo fasste Bernhard Knauel für den Partnerschaftsverein in dem Satz zusammen „Lieber einmal sehen, als 100mal hören“. So war auch am Wochenende deutlich zu sehen, wie lebendig und herzlich die Freundschaft mit der russischen Partnerstadt gepflegt wird. Eine neunköpfige Delegation aus Schelkowo war während der Herbsttage zu Gast. Am Samstag wurde das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft mit einem Festakt im Rathaus gefeiert.

Seelenverwandtschaft

Bürgermeister Michael Esken erinnerte an die geschichtliche Bedeutung der Städtepartnerschaft vor dem Hintergrund des Stalag VIa und des Falles des Eisernen Vorhangs. In den 20 Jahren habe sich die von Thomas Mann bezeichnete Seelenverwandtschaft der Menschen beider Länder gezeigt. „Die deutsch-russische Freundschaft hat nicht nur einen Namen, sie hat Gesichter, Menschen, die sich für sie einsetzen, sie mit Leben erfüllen. Hemer-Schelkowo hat auch noch mehr: Erinnerungen an eine tolle Freundschaft über 20 Jahre“, sagte Esken.

Vizelandrat Nikolay Naumov begrüßte die Gäste auf Deutsch und überließ dem damaligen Landrat und heutigen Ehrenbürger Leonid Twerdochlebow - einem der Väter der Partnerschaft - den Rückblick. Er dankte den damaligen Bürgermeistern Klaus Burda und Doris Ebbing, die an die Freundschaft geglaubt hätten. Mit großer Freude werde heute bei Besuchen aus Hemer im Städtchen gerufen: „Unsere Deutschen sind gekommen“.

Diese guten Kontakte vernahm der russische Generalkonsul in Bonn, Jewgenij Schmalin, vor dem Eintrag ins Goldene Buch mit Freude: „Wer konnte vor Jahrzehnten davon träumen, dass so etwas möglich wird.“

Ehrenmedaille des Bezirks

Hohe Auszeichnungen hatten die Schelkowiter im Gepäck. So wurde Bürgermeister Michael Esken mit dem höchsten Verdienstorden des Gouverneurs des Moskauer Gebietes geehrt. Die Ehrenmedaille des Bezirks ging an den langjährigen Partnerschaftsbeauftragten Gerhard Engel und eine Ehrenurkunde an Bernhard Knauel. Letzterer betonte, dass der wertvollste Schatz die Begegnung der Menschen sei. Hunderte seien schon hin- und hergereist und begeistert zurückgekommen. „Wir sollten nicht nachlassen, die Freundschaft zu vertiefen“, so Knauel.

Die Stadt Hemer verlieh Leoinid Twerdochlebow die Ehrennadel der Stadt und den Delegationsmitgliedern Ehrenurkunden. Es passte zur Lebendigkeit der Partnerschaft, dass der Generalkonsul spontan mit dem Schelkowiter Vokalensemble das Lied „Katjusha“ anstimmte. Musik verbindet, und so wurde die Feierstunde durch das Orchester Da capo die Hademare und ein Saxophontrio die Musikschule umrahmt.

Gefeiert wurde die Partnerschaft am Samstagabend auch außerhalb der Herbsttage und zwar mit dem Partnerschaftsverein im Waldhaus Riemke und am Sonntagabend mit zahlreichen Gästen im Musikclub Jüberger.

 
 

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