Vergabe für Gleisabbau noch vor Weihnachten

Klaus Gillmann, Projektleiter bei Straßen.NRW nimmt die soeben vom Rat verabschiedete und vom Bürgermeister unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung über den Radwegebau auf der Trasse der Oesetalbahn entgegen.
Klaus Gillmann, Projektleiter bei Straßen.NRW nimmt die soeben vom Rat verabschiedete und vom Bürgermeister unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung über den Radwegebau auf der Trasse der Oesetalbahn entgegen.
Foto: IKZ

Hemer..  „Wir wollen, dass es so schnell wie möglich losgeht!“ Hans-Georg Humpert, Fraktionschef der Grünen, sprach das aus, was alle Mitglieder des Hemeraner Rates offenbar dachten, denn ohne Gegenstimmen und Enthaltungen ist am Dienstag die Verwaltung beauftragt worden, die Verwaltungsvereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW zum Bau eines Radweges auf der Strecke der ehemaligen Oesetalbahn zu bauen. Und wohl noch nie hat Bürgermeister Michael Esken einen Ratsbeschluss so schnell umgesetzt wie diesen, denn sofort nach der Abstimmung setzte er seine Unterschrift unter die Vereinbarung und überreichte das Dokument an Klaus Gillmann, Projektleiter Straßenbau beim Landesbetrieb. Der Deilinghofer hatte in den Zuschauerreihen die Sitzung bis zu diesem Zeitpunkt verfolgt und legte die Vereinbarung gleich am Mittwoch seinem Chef zur Gegenzeichnung vor.

Offenbar drängt die Zeit angesichts des zu Ende gehenden Jahres, denn eine wichtige Weiche für den tatsächlichen Bau des Radweges soll noch vor Weihnachten gestellt werden. Bereits für die kommende Woche ist die Vergabe der Arbeiten zur Demontage der kompletten Gleisanlage geplant. Und in den ersten Wochen des neuen Jahres sollen schon die Bagger anrollen.

Den Gleisabbau muss die Stadt Hemer bezahlen, während die Kosten für den Radwegebau Straßen.NRW aus Bundesmitteln trägt. Klaus Schreiber (UWG) hatte sich vor der Abstimmung noch einmal nach der Kostenkalkulation für die Gleisdemontage erkundigt, worauf Bürgermeister Michael Esken nochmals versicherte, dass sich diese voraussichtlich fast komplett durch den Verkauf der stählernen Schienen und des sonstigen Altmetalls tragen, auch wenn die schadstoffbelasteten Bahnschwellen als Sondermüll entsorgt werden müssen. Esken: „Da wird es keinen großen Fehlbetrag geben.“

Der Grund und Boden auf dem jetzt noch die Bahngleise liegen und demnächst der knapp sechs Kilometer lange Radweg verlaufen wird, bleibt im Besitz der Stadt Hemer, auch als schmaler Streifen bis zum Felsenkeller weit in das Mendener Gebiet hinein.

 
 

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