Vereinbarung für Radweg liegt auf dem Tisch

Wird der Radweg auf dem der Trasse der ehemaligen Oesetalbahn schon bald Wirklichkeit?
Wird der Radweg auf dem der Trasse der ehemaligen Oesetalbahn schon bald Wirklichkeit?
Foto: IKZ

Hemer..  Der Hauptausschuss und der Rat können in ihren nächsten Sitzungen am 3. und 12. Dezember dafür sorgen, dass der Bau eines Radweges auf der Bahnstrecke zwischen Hemer und Menden in greifbare Nähe rückt. Die beiden Gremien müssen nämlich über den Entwurf einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt Hemer und dem Landesbetrieb Straßen.NRW über die praktische Umsetzung des Projektes befinden.

Diese Vereinbarung sieht allerdings anders aus, als es sich bislang abgezeichnet hatte. So soll die Trasse, die bis zum sogenannten Felsenkeller bis weit in das Mendener Stadtgebiet hineinreicht und im Jahr 2008 von der Stadt Hemer der Bahn abgekauft worden war, nicht durch den Bund zurückgekauft werden, sondern soll in städtischem Besitz bleiben. Hemer würde jedoch ihr Gelände dem Bund – vertreten durch den Landesbetrieb Straßen.NRW – für den Bau des Radweges überlassen und dafür eine Nutzungsentschädigung von jährlich 2000 Euro kassieren. Die Baukosten für den Radweg von etwa 950 000 Euro trüge Straßen.NRW.

Vertretbare Risiken

Weil aber der Landesbetrieb aufgrund personeller Engpässe die Umsetzung kaum in absehbarer Zeit vornehmen könnte, soll laut der Vereinbarung da wiederum die Stadt Hemer einspringen und den Radweg im Auftrag und auf Kosten von Straßen.NRW bauen. Die Stadt Menden, in der der Bau des Radweges lange heftig umstritten war, bleibt bei der Vereinbarung nun ganz außen vor.

Der Vertragsentwurf birgt für Hemer auch gewisse Risiken, die die Stadtverwaltung aber für vertretbar hält. Die Trasse wird nämlich nicht grundsätzlich dem Bahnverkehr entwidmet. Würde vor dem Ablauf von 25 Jahren – erst dann sind die Baukosten nach den Haushaltsgrundsätzen des Bundes abgeschrieben – der Schienenverkehr allen Erwartungen zum Trotz wieder aufgenommen werden, müsste die Stadt für die restliche Zeit den entsprechenden Teil der Investitionssumme zurückzahlen. Im Rathaus hält man das für keine große Gefahr und verweist auf den Zweckverband ZRL, der eine Wiederaufnahme des Schienenverkehrs auf dieser Trasse innerhalb der nächsten 20 Jahre auf keinen Fall für möglich hält.

Sollte die Widmung für den Bahnverkehr irgendwann endgültig gestrichen werden, will Straßen.NRW – so sieht es die Vereinbarung vor – der Stadt das Gelände endgültig abkaufen.

 
 

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