Niemals geht man so ganz – auch Pfarrer Martin Legler nicht

Tag des – wenn auch nicht endgültigen - Abschieds: (v.l.) Dorothee Legler, Martin Legler, Superintendentin Martina Espelöer, die Presbyteriumsvorsitzende  Heidrun Brucke, Pfarrerin Gabriele Bach und  Kirchmeisterin Jutta Finkeldei..
Tag des – wenn auch nicht endgültigen - Abschieds: (v.l.) Dorothee Legler, Martin Legler, Superintendentin Martina Espelöer, die Presbyteriumsvorsitzende Heidrun Brucke, Pfarrerin Gabriele Bach und Kirchmeisterin Jutta Finkeldei..
Foto: IKZ

Ihmert..  „Weniges nur ist notwendig. Sag ruhig nur eins.“ Die Worte, die Martin Legler der Gemeinde in seiner Predigt ein letztes Mal mit auf den Weg gab, hatte er sorgfältig gewählt. Nach elf Jahren Gemeindearbeit in Ihmert verabschiedete sich der Pfarrer gestern mit 60 Jahren in den Vorruhestand.

Schon während des Gottesdienstes erreichten den Pfarrer und seine Frau eine Flut an Ansprachen, Danksagungen und guten Wünschen, aber auch danach verabschiedeten sich in einer langen und zum Teil emotionalen Zeremonie die Ihmerter Vereine und Gruppen wie BSV, Posaunenchor, Männerkreis und Chöre von „ihrem“ Pfarrer.

Den Auftakt machten die Kleinsten vom Kindergarten, die einen Hirtenstab und gebastelte Schafe überreichten und auch die Ihmerter Schule schenkte dem Pfarrer eine Mappe mit gemalten Bildern von jedem einzelnen Kind. Musikalisch bedankte sich der Chor Euterpe Bredenbruch mit einem selbstgedichteten Abschiedslied, und die Frauenhilfe trug Leglers Lieblingsgedicht vor.

Superintendentin Martina Espelöer betonte in ihrer Ansprache Martin Leglers Nähe zu den Menschen, seine Einfachheit und seine Demut. Sie erinnerte auch an Leglers „Markenzeichen“, die in der Gemeinde mittlerweile allseits bekannt seien: Das Taukreuz, das er in Erinnerung an Franz von Assisi immer um den Hals trage und seine große Mappe, bei der man sich immer frage, ob er das gesamte Gemeindebüro darin habe.

Martina Espelöer richtete ihren Blick aber auch auf die Zukunft, denn die Pfarrstelle in Ihmert wird nur zu 50 Prozent wiederbesetzt. „Diese Reduktion werden wir gemeinsam durchstehen“, appellierte sie an die Gemeinde und an das Presbyterium, denn Leglers Entscheidung, in den Vorruhestand zu gehen, müssten alle akzeptieren.

Legler selbst beteiligte sich nicht nur mit der Predigt, sondern auch musikalisch an seiner eigenen Verabschiedung, denn Musik ist eine seiner Leidenschaften. Mit Gitarrenspiel und Gesang zeigte er sich seiner Gemeinde noch einmal so, wie sie ihn in elf Jahren kennengelernt hat und bedankte sich gleichzeitig für „jedes Lied, jedes Gebet, und alle gemeinsamen Aktionen“.

So ganz wird Martin Legler dann aber doch nicht aus dem Gemeindeleben verschwinden. Mit seiner Frau hat er sich ein kleines Zuhause zwischen Hemer und Iserlohn gefunden und so möchte er auch weiter Freundschaften pflegen und sich ehrenamtlich engagieren. Auch deshalb bedankte sich Heidrun Brucke im Namen des Presbyteriums mit den Worten: „Es ist ja kein Abschied, es ist ein Wiedersehen in Ihmert, in der Region und in der Gemeinde.“

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