Neues Leben in altem Lokschuppen

Petra von der Heyde hat den Schlüssel für den gekauften Schuppen in der Hand. Sie, ihr Mann Andreas (r.)  und Holger Boehnert freuen sich über das zum Abschluss gebrachte Geschäft
Petra von der Heyde hat den Schlüssel für den gekauften Schuppen in der Hand. Sie, ihr Mann Andreas (r.) und Holger Boehnert freuen sich über das zum Abschluss gebrachte Geschäft
Foto: IKZ

Hemer.  Ein Anfang ist gemacht: Vom großen ehemaligen städtischen Bauhof in Westig ist ein erster kleiner Teil verkauft. Der alte Lokschuppen an der Zeppelinstraße hat einen neuen Besitzer gefunden. Mit 800 Quadratmetern Nutzfläche ist der Schuppen aber vergleichsweise klein, denn das Bauhofsgelände ist insgesamt 6625 Quadratmeter groß und umfasst 2600 Quadratmeter Nutzfläche.

Der Märkische Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer (SIH) hat mit dem Verkauf des ehemaligen Lokschuppens Petra und Andreas von der Heyde vor Freude strahlen lassen. Die Inhaber des gleichnamigen Heizungsunternehmens können nach knapp 20 Jahren ihr Geschäft wieder in Hemer führen, nachdem sie aus Platzmangel 1996 in den Corunna-Gewerbepark umgezogen waren. Der liegt zwar in Iserlohn nahe an der Stadtgrenze zu Hemer, doch haben von der Heydes immer ihre Heimatstadt nie aus den Augenwinkeln verloren. „Schließlich hat mein Vater das Unternehmen 1963 in Westig gegründet“, erinnert sich Andreas von der Heyde.

Hoher Sanierungsbedarfvor neuer Nutzung

Auf der Homepage des Stadtbetriebs beziehungsweise der Stadt Hemer hatten die Eheleute von der Heyde das Objekt entdeckt: „Wir mussten uns vergrößern, die Kapazitäten reichen in der Corunna nicht mehr aus.“ Mit dem Kauf des Lokschuppens steht der Firma nun der vierfache Raum zur Verfügung.

„Den Verkauf abzuwickeln, war für beide Seiten eine große Herausforderung“, berichtet SIH-Vorstand Holger Boehnert, schließlich ist der Lokschuppen in hohem Maße sanierungsbedürftig. „Die Ziele waren von beiden Seiten klar definiert, und diese haben wir in vielen guten Gesprächen auch erreicht.“ So konnte der Kaufvertrag im August unterzeichnet werden, nur wenige Tage später hing das Firmenlogo des Heizungsunternehmens über dem Rolltor. Parallel wurden bereits erste Sanierungsarbeiten am Dach vorgenommen.

Zum Umzug am 1. Januar 2016 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so dass die Kunden dann eine komplette Heizungsausstellung rund um das Thema „regenerative Energie“ erwartet. Und von der Heyde selbst will als Vorbild das gesamte Gebäude mit einer Brennstoffzelle beheizen.

Auch das übrige Bauhofgelände mit Hallen, Hauptgebäude und Tankstelle sollte nach der Fusion zum Märkischen Stadtbetrieb verkauft werden. Aktuell werden Flächen noch als Lagerhalle und die Kfz-Werkstatt für die Reparatur der Großfahrzeuge genutzt.

 
 

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