Haftstrafe nach Messerstichen auf Radweg

Landgericht Hagen
Landgericht Hagen
Foto: MERKEL, Cornelia
Zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten ist ein 18-jähriger Hemeraner verurteilt worden.

Hemer/Hagen..  Mit einer Haftstrafe endete der Messerstecher-Prozess vor dem Jugendschwurgericht Hagen: Ein 18-jähriger Hemeraner ist wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Ursprünglich war der Mann auch wegen versuchten Totschlags angeklagt. Da aber nach den ersten Messerstichen keine weiteren Angriffe erfolgten, ging das Gericht davon aus, dass die Tötung kein Ziel war.

Der Prozess fand seit dem 20. Oktober unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da die Angeklagten bei der Tat noch nicht volljährig waren. Mehrere junge Männer waren am 22. Oktober 2015 auf dem Bahntrasse-Radweg in der Innenstadt aneinander geraten. Der Streit endete durch den Einsatz eines Messers blutig.

Gegen einen ebenfalls angeklagten 17-jährigen Iserlohner war das Verfahren wegen Körperverletzung gegen Arbeitsauflagen bereits eingestellt worden. Der 17-Jährige hatte dem jetzt verurteilten 18-jährigen Hemeraner mit einem Faustschlag das Nasenbein gebrochen. Der 18-Jährige wiederrum soll ihn mit mehreren Messerstichen am Oberarm verletzt haben. Versuchter Totschlag wurde ihm vorgeworfen, weil er einem weiteren jungen Mann das Messer in den Bauch gestochen hatte.

 
 

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