Grünes Licht aus Arnsberg für die Demontage der Bahnstrecke

Hemer..  Die Bezirksregierung in Arnsberg hat entschieden: Die Stadt Hemer darf die Gleisanlage der sogenannten Oesetalbahn abbauen. Der entsprechende Bescheid ist bereits in der vergangenen Woche im Hemeraner Rathaus eingegangen und hat nicht zuletzt bei Bürgermeister Michael Esken für große Freude gesorgt.

Mit dieser Entscheidung ist die Bezirksregierung insbesondere den Bedenkenträgern aus Menden nicht gefolgt. Der Mendener Rat hatte sich erst Anfang September – entgegen der Empfehlung der eigenen Verwaltung – mehrheitlich gegen den vorzeitigen Gleisausbau ausgesprochen. Dass neben den Mendener Grünen auch die CDU-Ratsvertreter so votierten, hatte über die Stadtgrenze hinweg für politische Irritationen in der Partei gesorgt.

In der Begründung ihres Bescheides betont die Bezirksregierung, dass die Trasse in jedem Fall dem Bahnverkehr gewidmet bleiben soll, was einem Neubau der Gleise zum späteren Zeitpunkt ermöglichen würde. Selbst für den Fall, dass die Potenzialanalyse einen Bedarf für eine Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer ergäbe, dürften aber wohl bis zu der tatsächlichen Inbetriebnahme mindesten 15 bis 20 Jahre ins Land gehen.

Wie Michael Esken gegenüber der Heimatzeitung erklärte, müsse nun die Rechtswirksamkeit des Bescheides abgewartet werden, der innerhalb eines Monats noch auf dem Klagewege angefochten werden kann. Für den Fall, dass dies nicht geschieht, kündigte Esken an, den Abbau der Gleisanlage zügig in die Wege zu leiten.

Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask begrüßt die Nachricht aus Arnsberg. „Eine weitere Hürde ist genommen. Ich freue mich, dass der Stadt Hemer zur Vorbereitung auf den Radwegebau die Möglichkeit eines zeitnahen Rückbaus der Eisenbahninfrastruktur auf der Strecke Hemer-Menden eröffnet wird“, teilt Inge Blask mit.

 
 

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