Für das Stadtsäckel bleiben 17 000 Euro übrig

Der  erste Bagger rückte an, um die Gleise für den Radweg nach Menden abzutragen.
Der erste Bagger rückte an, um die Gleise für den Radweg nach Menden abzutragen.
Foto: IKZ

Hemer..  Ein Auftrag mit Seltenheitswert: Die Stadt Hemer hat das Unternehmen Meißner aus Baden Württemberg beauftragt, die Bahnschienen für den Radweg von Hemer nach Menden aufzunehmen und bekommt sogar noch Geld raus. Acht Unternehmen wollten den Auftrag haben, Meißner machte das Rennen und zahlt zudem 80 000 Euro. „Für das Stadtsäckel bleiben 17 000 Euro hängen“, freute sich Bürgermeister Michael Esken gestern über den ersten Bagger, der sich im Bereich Höcklingser Weg postierte. Die restliche Summe landet bei der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG). Das Unternehmen Meißner erzielt seinen Gewinn durch den Verkauf des Stahls; der Stahlpreis ist zurzeit sehr hoch.

Bis Ende März sollen die Schienen aufgenommen werden, damit im April mit dem weiteren Bau des Radwegs bis nach Menden begonnen werden kann. Im ersten Teilstück von McDonald’s bis Höcklingser Weg erfolgte der Gleisrückbau bereits im vergangenen Jahr, und der Radweg von McDonald’s bis Stephanstraße ist bereits komplett fertig. Der gesamte Radweg mit einer Strecke von 5,8 Kilometern kostet eine Million Euro, die Rechnung bezahlt der Bund. Die Stadt Hemer ist für die Planung zuständig, hat aber ein externes Büro beauftragt. „Das geht einfach schneller“, so Michael Esken. Es sei schon genügend Zeit ins Land gegangen; seit 2007 beschäftige man sich in Hemer mit dem Bau des Radweges auf der früheren Bahntrasse. Esken: „Das waren viele juristische Hochseilakte.“

Die Politik in Hemer sei sich einig gewesen, so der Bürgermeister gestern, auch deshalb, da laut Expertenmeinung in den nächsten 20 Jahren kein Zug auf diesen Schienen fahren wird. „Und wir können niemandem erklären, dass wir in den nächsten 20 Jahren auf der Trasse nur Pusteblumen und Löwenzahn wachsen lassen“.

 
 

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