Ein neues Zuhause für die Fledermäuse in Deilinghofen

Fünf Meter ist er ungefähr hoch und hat ein Gesamtgewicht von rund 60 Tonnen. Der Turm aus Holz soll nun das Zuhause von Fledermäusen in Deilinghofen werden.
Fünf Meter ist er ungefähr hoch und hat ein Gesamtgewicht von rund 60 Tonnen. Der Turm aus Holz soll nun das Zuhause von Fledermäusen in Deilinghofen werden.
Foto: IKZ
Hans Kinze errichtet auf seinem Firmengelände einen Fledermausturm aus Holz, der die Tiere anlocken soll, sich dort niederzulassen.

Hemer..  „Ich liebe Tiere“, sagt Hans Kinze. Genau das ist der Grund, weshalb er nun auf seinem Gelände ein fünf Meter hohes Kunstwerk aus Holz errichtet hat. Es soll nicht nur schön aussehen, sondern soll den heimischen Zwergfledermäusen ein neues Zuhause bieten, die Kinze häufig von seinem Fenster aus beobachtet.

Rund 30 Holzklötze, von dem jeder einzelne mindestens zwei Tonnen wiegt, stapelte Kinze mit seinen Mitarbeitern zu einem Turm auf, der trichterförmig zusammenläuft und in der Mitte hohl ist. Fast einen ganzen Tag hantierten die Helfer mit einem 24 Tonnenkran herum, um jeden einzelnen Block passgenau zu positionieren. Das Ergebnis ist gewaltig. „Der Fledermausturm hat ein Gesamtgewicht von über 60 Tonnen“, sagt Kinze. Das Holz stammt aus dem Windwurf des vergangenen Jahres im Volksgarten der Stadt Herne und landete nicht wie das ganze andere Holz im großen Schredder, sondern wurde den Tieren zuliebe für den Turm genutzt.

Neben den Fledermäusen tummeln sich auch viele andere Tiere auf dem Gelände der Forst- und Rodungsbaufirma. „Wir haben hier noch einen Feldhasen, der es sich im Hackschnitzel gemütlich macht und einen Falken, der bei uns brütet. Zusätzlich habe ich noch ein paar Schafe und einen Schäferhund“, zählt Hans Kinze auf. Ob allerdings nun auch die Fledermäuse auf seinem Hof ein neues Zuhause finden, bleibt abzuwarten und zu hoffen. Der Bau des Turms verlief nämlich eher „frei Schnauze“ - eine Anleitung gab es für einen echten Fledermausturm keine.

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