Die Bahn-Trasse als Radweg nutzen

Inge Blask stattete Bürgermeister Michael Esken ihrem Antrittsbesuch als SPD-Landtagsabgeordnete ab. Foto: Cornelia Merkel
Inge Blask stattete Bürgermeister Michael Esken ihrem Antrittsbesuch als SPD-Landtagsabgeordnete ab. Foto: Cornelia Merkel
Foto: IKZ

Hemer..  „Wir kennen uns seit vielen Jahren aus der Kommunalpolitik“, freute sich Inge Blask bei ihrem Antrittbesuch als neue SPD-Landtagsabgeordnete bei Bürgermeister Michael Esken. „Und wir arbeiten seit langem gut und kooperativ zusammen.“

Bürgermeister Esken erinnerte an die Landtagswahl, als er nach einer langen Zitterpartie „die Freude hatte, ihr als erster zu gratulieren. Hemer war bei der Auszählung der letzte Wahlkreis.“

In dem Gespräch mit der SPD-Landtagsabgeordneten für Hemer, Balve, Menden, Neuenrade und Plettenberg ging es vor allem um die Reaktivierung der Bahntrasse zwischen Hemer und Menden. Inge Blask und Michael Esken sind für einen Radweg als Perspektive und machten deutlich: „Wir sind beide keine Bahngegner. Die Kommunalpolitik orientiert sich an den Fakten des Machbaren.“ Iserlohn habe es vorbildlich vorgemacht. Bürgermeister Esken kündigte eine Ratsvorlage mit dem Ziel an, die Trasse zwischen Hemer und Menden öffentlich-rechtlich so zu sichern, dass darauf kein Hindernis entstehen kann, das entsprechende Pläne durchkreuzt. Ein Gutachten, ob ein Zugverkehr auf der Trasse Sinn mache, dauere etwa zwei Jahre. Michael Esken und Inge Blask gehen beide von einem Zeitraum zwischen 15 bis 20 Jahren aus, bevor die Strecke reaktiviert werden könnte. „Es macht Sinn einen Fahrradweg dahin zu legen, wenn man erst in 15 Jahren etwas weiß“, erklärte Inge Blask. Und außerdem schließe ein Radweg spätere Gleisbaupläne nicht aus. Die Entscheidung fälle die Bezirksregierung, sagte Esken, der darauf verwies, dass auch Mendens Bürgermeister für einen Radweg sei. Inge Blask will mit den Mendener Grünen das Gespräch suchen, die gegen solche Pläne sind. Der öffentliche Personennahverkehr ist ein weiteres Anliegen der SPD-Landtagsabgeordneten Inge Blask

„Es ist vorteilhaft für eine Stadt, direkt im Landtag verteten zu sein. Das haben wir auch bei der Landesgartenschau gesehen, als es noch andere politischen Vorzeichen gab“, erinnerte Esken an den früheren CDU-Kandidaten.

Weiteres Thema war die Finanznot und die Ausstattung der Kommunen. Inge Blask will es in die Arbeitskreise mitnehmen. Als Mitglied des Rates der Stadt Hemer erhielt sie gestern ihre neuen Visitenkarten mit dem neuen Hemer-Logo. „Als Ratspolitikerin bin ich in der Kommunalpolitik verankert und werde mich im Land dafür einsetzen, dass sich der Bund stärker beteiligt und die Städte handlungsfähig bleiben“, bekräftigte sie.

 
 

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