Das Band durchgeschnitten und losgeradelt

Einweihung Radweg Hemer  - Menden
Einweihung Radweg Hemer - Menden
Foto: IKZ

Hemer..  „Heute waren so viele auf dem Radweg, wie sie nie in der Bahn gesessen haben!“ Hemers Bürgermeister Michael Esken freute sich am Samstag sehr über die große Resonanz auf die offizielle Einweihung des im Vorfeld viel diskutierten und lange geplanten Radweges zwischen Hemer und Menden. Rund 300 Radler machten sich mit ihm und dem Mendener Bürgermeister Volker Fleige auf die 5,6 Kilometer lange Strecke.

Zusammen mit Willy Spieckermann (80) und dem 7-jährigen Georgios aus Iserlohn durchschnitten die Bürgermeister das Flatterband und gaben den Weg am Zentralen Omnibusbahnhof in Hemer frei. Die große Radlergruppe setzte sich in Bewegung, und für alle war es eine schöne Sache. Neben Bürgern aus beiden Städten und aus Iserlohn setzten Vertreter aus der Politik und aus verschiedenen Vereinen mit ihrer Teilnahme an der Einweihung ein Zeichen und zeigten, dass der Radweg auf der früheren Bahntrasse für sie eine große Bedeutung hat. Mit von der Partie war unter anderem der ADFC aus Iserlohn.

Freude über den neuen Radweg auf alter Bahntrasse

Der Mendener Peter Friedrich, früherer Erster Beigeordneter der Stadt Hemer, strahlte über das ganze Gesicht: „Glückwunsch an die, die bei der langwierigen Planung durchgehalten haben. Aber das macht Hemer aus. Man hat sich nicht beirren lassen und selbstbewusst den Radweg realisiert“, sagte der Pensionär, der schon während seiner Amtszeit für diesen Radweg gekämpft hatte. Hemers Bürgermeister Michael Esken war ebenfalls guter Dinge: „Ein tolles Ergebnis. Für die Realisierung des Radweges wurde allerdings mehr Zeit benötigt als für die Landesgartenschau!“

Für die 53-jährige Maria Eckart schien der Radweg „leicht befahrbar“. Es gebe sicherlich schönere Strecken, aber sie freue sich über das, was möglich war, sagte die Hemeranerin. Der Mendener Reinhard Rose (76) stimmte zu: „Ich werde diesen Radweg auf jeden Fall nutzen!“ Tobias Schweinforth (13) aus Hemer begab sich am Samstag mit Inline Skates auf die Strecke. Sein Urteil: „Gut, aber dort, wo es nass ist, ein bisschen rutschig!“

Bis nach Menden ging es für die Karawane auf dem Hinweg, und auf dem Rückweg tauschten sich die Radler auf dem Parkplatz bei Real aus. Dort fand man interessante Gesprächspartner, wie zum Beispiel Dr. Achim Bartoschek, der die Internetseite www.bahntrassenradeln.de betreibt. Er zum Beispiel verriet, dass es in Deutschland 570 Radwege auf Bahntrassen mit einer Gesamtlänge von 5700 Kilometern gebe. Um das „kleine Volksfest“ musikalisch aufzupeppen, wurden die Dixie Boys aus Duisburg angeheuert.

Der erste Spatenstich für den Radweg fand am 20. Mai dieses Jahres statt. Die Strecke überquert bis Menden fünf Straßenkreuzungen. Als Bauherr fungierte die Stadt Hemer zusammen mit dem Landesbetrieb NRW.

Die Baukosten betragen 1,1 Millionen Euro. 200 000 Euro der Kosten hat die Stadt Hemer getragen, 5000 Euro die Stadt Menden.

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