Clowns der Künstlerin vermitteln verschiedene Emotionen

Cornelia Breitbarth stellt ihre Werke in der Märkischen Bank aus.
Cornelia Breitbarth stellt ihre Werke in der Märkischen Bank aus.
Foto: IKZ

Hemer..  Noch nie haben sich wohl so viele Clowns auf einem Haufen in der Märkischen Bank getummelt. Natürlich gab es hier am Donnerstag keinen Zirkusauflauf, sondern die feierliche Eröffnung der „So oder so ist das Leben“-Ausstellung der Künstlerin Cornelia Breitbarth. Mehr als 15 Bilder können bestaunt werden – zwei der Werke wird die Künstlerin an die Musikschule stiften.

Clowns machen Spaß oder manchmal auch Angst

Das Thema Clowns löst bei Menschen verschiedene Emotionen aus: die einen empfinden sie als lustig, andere wiederum kriegen es regelrecht mit der Angst zu tun. Cornelia Breitbarth gehört zu den Menschen, die wohl Clowns in all ihren Facetten besser kennt, als der Großteil versierter Zirkusgänger. Als Künstlerin reizt sie das Besondere, die Freiheit nach Lust und Laune einfach drauf los zu malen. In ihrer Ausstellung stehen die Clowns im Vordergrund. Ob traurig, fröhlich, nachdenklich oder auch ängstlich – alle Emotionen sind hier vertreten und werden durch die Gesichter der Clowns transportiert. „Es sind einfach Emotionen, die jeder von uns schon mal in seinem Leben empfunden hat“, sagt Breitbarth und genau diese gut vertrauten Gefühle machen ihre Werke so besonders.

Die Kunst zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben, denn „schon in der Schule war Kunst immer mein Lieblingsfach“, so Breitbarth. Hinter der Kunst versteckt sich dabei jedoch nicht nur die Malerei. Sei es nun die Bonsaizucht, das Schreiben von Geschichten oder das Theater – für Cornelia Breitbarth ist all das ein Teil der Kunst. Dabei behält sie immer den Fokus: „Wenn ich etwas tue, dann mit Herzblut und voller Konzentration auf die Sache!“ Das heißt für sie, ein Bereich der Kunst wird ausgelebt und das in vollen Zügen, denn man könne ja nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen, so Breitbarth. „Manchmal male ich in zwei Jahre kein einziges Mal und dann auf einmal packt es mich und ich fange wieder an“, gesteht sie. So entstand auch ihre aktuelle Ausstellung. Nachdem sie krankheitsbedingt nicht an der Premiere ihres ersten Bühnenstückes der Breckerfelder Bürgerbühne teilnehmen konnte, mussten Block und Stift herhalten und somit entstand der erste richtig zornige Clown, wie die Kulturredakteurin Dr. Monika Willer zu Beginn der Ausstellung dem Publikum verriet.

Doch ganz verloren ist das Theater doch nicht, denn in Erinnerungen an die schönen Tage wählte sie zur Signatur der Bilder ihren ersten Bühnennamen: Hilde. Eigentlich war Hilde ein „Hausdrache, die überall ihre Nase reinsteckt, immer ihre Meinung durchsetzt und allen das Leben schwer macht“, doch geprägt hat sie die Rolle – und somit findet diese Erlebnis einen ganz besonderen Platzt in ihren Bildern.

Besucherin Marie Hölter ist von den Augen der Clowns beeindruckt: „Sie drücken einfach alles aus, die Stimmung ist fast greifbar!“ Auch die Farben sind den einzelnen Emotionen zugeordnet – dunkle Hintergründe vor die negativen Stimmungen und helle, freundliche Farben für die positiven Empfindungen.

Ihr Mann Klaus Breitbarth erzählt zusätzlich: „Der Clown steht sozusagen für ihr Lampenfieber – hinter der Bühne ist sie aufgeregt und auf der Bühne ist sie dann eine ganz andere Person. Wie ein Clown eben: traurig im Hintergrund, aber wenn er auf der Bühne steht muss er fröhlich sein.“

Tolle Farben begeistern Viertklässlerin Grita Sophie

„Ich finde das Bild mit den Luftballons schön, die Farben sind toll. Das würde perfekt in mein Zimmer passen … oder in das Wohnzimmer!“ sagt die Viertklässlerin Grita Sophie Trommel aufgeregt.

Und in einer gewissen Weise ist dieses Bild wohl wirklich für ein Kinderzimmer gemacht: Wunschträume ist der Titel des Bildes. Luftballons in Rot, Blau, Gelb, Grün und einem Clown der zu ihnen aufschaut. Seinen Gedanken verrät Cornelia Breitbarth: „Lass meine Wünsche bitte wahr werden!“

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