Bewegendes Konzert krönt Städtepartnerschaft

Besuch des Kirchenchores St. Martin aus Obervellach zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft
Besuch des Kirchenchores St. Martin aus Obervellach zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft
Foto: IKZ

Hemer/Obervellach..  „Traumhaft schön, großartig, bewegend, meisterlich“: Ins Schwärmen geraten Hemeraner, wenn sie vom Konzert des katholischen Kirchenchores St. Martin in der Pfarrkirche St. Bonifatius erzählen. Keine Frage, mit dem Auftritt hat sich der Chor aus Obervellach in die Herzen der über 250 begeisterten Zuhörer gesungen und damit zugleich den Höhepunkt des 30-jährigen Partnerschaftsgeburtstages gesetzt.

Spontanes Ständchenbei der Stadtführung

Erst nach der Fronleichnamsprozession in der kärntnerischen Marktgemeinde hatte sich der 24-köpfige Chor mit Bürgermeister Dr. Wilhelm Pacher und Vize-BM Anita Gössnitzer auf den weiten Weg ins Sauerland gemacht, wo er um Mitternacht durch den befreundeten Kirchenchor St. Bonifatius empfangen wurde. Am Freitag stand eine Stadtführung mit Mechthild Tacke an, spontan gaben die Obervellacher bei einer Hochzeit vor der Türmchenvilla ein Ständchen.

Das Konzert am Abend bildete den Höhepunkt des Partnerschaftsbesuchs. Sprecherin Hildegard Merle überreichte Elisabeth Neumann vom Sundwiger Kirchenchor zum Auftakt eine Ikone der Heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Kirchenmusik. Unter dem Titel „geistlich - kärntnerisch - modern“ zeigten der Chor und die Gesangsgruppe „Mölltonal“ sowie Instrumentalisten unter der Leitung von Michaela Hanser die Bandbreite ihres Könnens. Schon beim Einzug mit dem gregorianischen Choral „Pater nostar“ bewies der Chor seine stimmlichen Qualitäten. Im geistlichen Teil stand das „Vater unser“ im Mittelpunkt in verschiedensten Interpretationen, mit Instrumentalisten an Querflöte und Tuba. In die musikalische Heimat ging es mit der Kärntner Hymne „In da Mölltaleitn“, in die auch Obervellachs Bürgermeister Dr. Pacher und Hemers Partnerschaftsbegründer Friedhelm und Elfie Spielfeld einstimmten. Bewegend, mitreißend war die Überleitung zur Moderne mit dem Austropop-Song „Weust a Herz hast wia a Bergwerk“. Für Gänsehaut sorgten die Sängerinnen und Sänger mit herausragenden Solostimmen mit „you raise me up“, „can you hear“ und afrikanischen Songs. Bei diesem Konzert wollten die Zuhörer mit dem Applaus nicht wie üblich bis zum Ende warten. Immer wieder brandete Applaus auf.

Partnerschaft ist immer ein herausragendes Erlebnis

Nach diesem auch für die Chormitglieder begeisternden Konzert standen am Samstag bei herrlichem Wetter ein Stadtbummel und am Nachmittag eine Führung durch den Sauerlandpark mit Picknick im Park der Sinne auf dem Programm, bevor am Abend der offizielle Festakt zum 30-jährigen Partnerschaftsgeburtstag in der Musikschule stattfand. Bürgermeister Michael Esken erinnerte an die Anfänge der Partnerschaft mit einem Oktoberfest 1974 und die Urkundenunterzeichnung am 30. Januar 1985. Er dankte insbesondere Elfie Spielfeld als „Mutter der Partnerschaft“ und dem Kirchenchor St. Bonifatius, der seit 1997 den Austausch pflegt. „Die Partnerschaften leben davon, dass die Bürger in den Austausch kommen“, sagte Esken und überreichte seinem Amtskollegen eine Bildtafel des Jübergturms.

„Es ist ein besonderes Geschenk, mit diesem Chor in die Partnerstadt zu reisen“, zeigte sich Obervellachs Bürgermeister Dr. Wilhelm Pacher noch ganz fasziniert vom Vorabend. „Die Partnerschaft zu erleben, ist immer ein herausragendes Erlebnis“, sagte er und sprach eine Einladung zu den Europatagen 2017 aus, an denen Obervellach mit seinen acht Partnerstädten feiert. Beeindruckt sei er vom Engagement der Freiwilligen in Hemer: „Ich habe das Wir-Gefühl in dieser Stadt gespürt“. Mit einer Partnerschaftsurkunde, Gemeindechronik und Kärntner Jause dankte er für den Empfang. Gemütlich endete das Partnerschaftswochenende mit einem Grillfest im „ZwanzigZehn“.

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