Abenteuerliche Mordskreuzfahrt

Carmen Fürstenau
Wolfgang Todtenhausen aus Schwelm schrieb unter dem Pseudonym Wolf Stachel seinen ersten Krimi.
Wolfgang Todtenhausen aus Schwelm schrieb unter dem Pseudonym Wolf Stachel seinen ersten Krimi.
Foto: IKZ

Hemer.  „Ich denke mir den Anfang aus, dann entwickeln sich die Figuren und ich beobachte sie beim Schreiben. Und dann wundere ich mich, welche Entwicklung sie nehmen!“ Sagt Wolfgang Todtenhausen, der mit „Eine Mordskreuzfahrt bucht man nicht“ seinen ersten Krimi herausgebracht hat. Eine spannende Zeit liegt hinter dem 69-jährigen Autor, der nach seinen eher schwermütigen Werken „Tränenreich“ und „Stachelherzen“ nun eine ganz andere Richtung einschlägt. Am Freitag, 7. Juni, ist der Schwelmer Autor, der nun unter dem Pseudonym Wolf Stachel schreibt, zu Gast im Buchladen am neuen Markt. Um 19.30 Uhr beginnt die Lesung, die sich Krimifans nicht entgehen lassen sollten.

Kraft getankt und viele Ideen für neue Geschichten

Mit dem Schreiben hatte Wolfgang Todtenhausen nach dem Tod seiner Tochter Julia im Jahr 2003 begonnen, um das Erlebte aufzuarbeiten. „Jetzt ist es Zeit, die Richtung zu wechseln. Ich habe ganz viel Kraft getankt und viele Ideen für neue Geschichten“, so der gebürtige Wuppertaler. Für einen begeisterten Kreuzfahrer, der seit vielen Jahren Urlaub auf den Weltmeeren Urlaub macht, liegt es auf der Hand, wo er seinen Krimi spielen lässt. Natürlich auf einem Kreuzfahrtschiff, genauer gesagt auf der MS Frida. Wolf Stachel zeigt in diesem Buch seine ganz humorvolle Seite, das ganze vermischt mit Satire, schwarzem Humor und ganz viel Spannung. Wer das Buch liest und bereits Urlaub auf dem Meer gemacht hat, wird in vielen Momenten denken, dass er diese Situationen auch schon so erlebt hat.

Der Leser fühlt sich schnell eingefangen vom angenehmen Schreibstil des Autors, denn Wolf Stachel schreibt einfach, ohne dennoch auf wunderbare Wortspiele zu verzichten. Und so ist es ein Vergnügen, das Stalking-Opfer Judith Heumann an Bord der MS Frida zu begleiten, die im Grunde nur entspannen und dem Alltag entfliehen will.

Rätselhafte Verbrechen an Bord der MS Frida

Die Vergangenheit holt sie jedoch schnell wieder ein, denn an Bord kommen auf rätselhafte Weise Menschen zu Tode. Für Sicherheitsoffizier Wegmann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Wer steckt hinter den Morden, und wann ist endlich Schluss damit? Eine Mordskreuzfahrt bucht man schließlich nicht. Es bleibt spannend bis zum Schluss der 263 Seiten.

Im Internet unter www.stachelsfeder.de gibt es eine Leseprobe, die Geschmack auf mehr – oder Meer – macht. Eintrittskarten für die Lesung gibt es ab Donnerstag, 16. Mai, für drei Euro im Buchladen am neuen Markt.