Zerstörungswut am Radweg

Hans Sacher empört sich über den Vandalismus am Panoramaradweg in Höhe des Einstieges an der Abtskücher Straße.
Hans Sacher empört sich über den Vandalismus am Panoramaradweg in Höhe des Einstieges an der Abtskücher Straße.
Foto: WAZ FotoPool
WAZ-Leser Hans Sacher ärgert sich über Achtlosigkeit mancher Zeitgenossen und fordert mehr Rücksichtnahme

Heiligenhaus..  Hans Sacher fährt gerne Rad. In der letzten Zeit schwingt er sich jeden Abend in den Sattel seines 45-jahre alten Drahtesels und genießt die sommerliche Abendstimmung. Wie praktisch, dass er direkt am neuen Panoramaradweg wohnt. Was er da in letzter Zeit jedoch an Zerstörungswut erlebt hat, ärgert ihn ungemein.

Hans Sacher zielt und schlägt mit einem Hammer lange Nägel in die Holzbalken, die an der Rampe zur Abtskücher Straße das Gelände absichern. Hier soll demnächst eine Brücke die Fahrradfahrer und Spaziergänger bequem über die Straße führen. Noch gähnt hinter der gepflasterten Plattform allerdings ein Abgrund. Eine hölzerne Absturzsicherung soll die Nutzer der beliebten Freizeitstrecke von dem steilen Hang fernhalten, Unfälle vermeiden. Innerhalb weniger Tage entfernten Unbekannte jedoch mehrfach die Holzbalken. Sogar der mit einem Fundament im Erdreich verankerte Pfosten ist inzwischen locker.

Bürger greift selbst zum Hammer

Hans Sacher schüttelt mit dem Kopf und zeigt den begrünten Abhang hinunter. Sogar da unten habe er den Balken vor ein paar Tagen gefunden und wieder nach oben geschleppt, sagt er. Werkzeug und Nägel hat er zur Reparatur der demolierten Umzäunung extra von Zuhause geholt. Schließlich will er verhindern, dass es an der gefährlichen Stelle zu einem Unfall kommt. Gerade kleine Kinder könnten mit ihren Rädern schnell mal über das Ziel hinaus schießen und die kleine Plattform würde von allerhand Nutzern der Trasse zur Rast genutzt.

Über den Vandalismus am Panoramaradweg hat sich außer dem 77-Jährigen wohl noch ein anderer „Handwerker“ geärgert. Denn als Sacher nach der letzten Zerstörung mit Hammer und Nägeln bewaffnet an Ort und Stelle eintrifft, war der Zaun wieder notdürftig instand gesetzt. „Warum müssen die Leute alles kaputt machen?“, fragt der Heiligenhauser. Die Rücksichtslosigkeit mancher Zeitgenossen regt ihn auf. „Die Strecke hier ist so schön gemacht. Das muss man doch achten“, sagt er. Dabei meint er nicht nur die Zerstörungswut an der Rampe, sondern auch den Müll, der achtlos am Wegesrand liegt. Die eine oder andere Flasche hat er selbst schon aufgesammelt und entsorgt. Nicht aufsammeln möchte er allerdings die zahlreichen Hundehaufen. Gezählt hat er sie aber kürzlich: „21 Hundehaufen auf einer Strecke von etwa 100 Metern“, sagt er. Der gelernte Maschinenbauingenieur erfreut sich sehr an der Freizeit-Trasse, er wünscht sich jedoch von anderen Nutzern mehr Rücksicht und einen umsichtigen Umgang mit Natur und Strecke.

 
 

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