Unter die Haut

Dermatologe Dr. Christof Schulte ist noch auf der Suche nach einem engagierten Azubi für die Gemeinschaftspraxis.  Foto: H.W. Rieck
Dermatologe Dr. Christof Schulte ist noch auf der Suche nach einem engagierten Azubi für die Gemeinschaftspraxis. Foto: H.W. Rieck
Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus. Patienten empfangen, Termine vergeben, Rezepte ausstellen und Labortätigkeiten erledigen. Das hat Sabrina Lortz drauf. Sie ist Medizinische Fachangestellte und arbeitet als so genannte „Erstkraft“ in der überörtlichen Gemeinschaftspraxis der Dermatologen Dr. Christof Schulte und Dr. Oliver Mainusch.

Bei den Ärzten geht es während Operationen auch mal unter die Haut. Die Vorbereitungen dazu gehören ebenfalls zu den Aufgaben einer Medizinischen Fachangestellten. Die Praxis an der Hauptstraße sucht in diesem Bereich zum neuen Ausbildungsjahr ab dem 1. September noch Verstärkung.

Und das ist inzwischen gar nicht mehr so leicht. Wenn Dr. Christof Schulte und Dr. Oliver Mainusch an die überschaubare Anzahl an Bewerbungen denken, die bisher auf ihren Schreibtischen landete, bleibt nur ein Kopfschütteln übrig. Während vor einigen Jahren noch viele Bewerber überzeugende Unterlagen einreichten, klagen die Ärzte heute über den schlechten Bewerbungsstil der Interessenten.

Zuverlässigkeit

Die Mediziner legen großen Wert auf korrekte Rechtschreibung und ordentliche Unterlagen. „Ein Grundengagement kann man schon aus der Bewerbung ablesen“, sagt Dr. Oliver Mainusch. Grundengagement, das offenbar den bisherigen Bewerbern fehlte. Wer sich für eine Ausbildung als Medizinische(r) Fachangestellte(r) interessiert, sollte ein freundliches und gepflegtes Auftreten haben. Zuverlässigkeit und eine gute Auffassungsgabe gehören zu den Eigenschaften, die sich das Ärzteteam von der neuen Nachwuchskraft erhoffen. „Außerdem sollte der Bewerber gut mit Menschen umgehen können“, sagt Dr. Christof Schulte. Auf dem Zeugnis schauen die Mediziner besonders bei den Deutschnoten und den Fehlzeiten genauer hin. „Ein Realschulabschluss wäre wünschenswert“, so Schulte.

Wenn ein Bewerber und seine eingereichten Unterlagen gefallen, laden die Ärzte den Kandidaten zur Probearbeit ein. Denn das Zusammenspiel der Helferinnen kann nur in der Praxis getestet werden. „Das Flaggschiff führen die Arzthelferinnen. Wir laufen im Hintergrund“, sagen die Ärzte. Und deshalb ist es ihnen auch besonders wichtig, dass das Team gut funktioniert. Dass die Nachwuchskraft sich mit der Arbeit der Praxis identifizieren könne. Wer einen festen Platz in der Arztpraxis gefunden hat, wird im ersten Ausbildungsjahr mit 561 Euro entlohnt. Bis zum dritten Lehrjahr steigen die Verdienstmöglichkeiten auf 646 Euro.

Keine Mühe

Sabrina Lortz wollte beruflich immer in den medizinischen Bereich und hat sich mit ihrer Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten einen Herzenswunsch erfüllt. Deshalb findet sie es umso bedauerlicher, dass sich mancher Schulabgänger keine Mühe mit seiner Bewerbung gibt.

Wer es besser machen möchte, kann seine Bewerbungsunterlagen an die Praxis Dr. med. Christof Schulte/Dr. med. Oliver Mainusch, Hauptstraße 163 in 42579 Heiligenhaus richten.

 
 

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