Ultramarathon führt 100 Kilometer durch den Süden des Ruhrgebiets

Guido Gallenkamp ist schon mal 100 Kilometer gelaufen. Beim Whew100 tritt er aber nicht an: Mit der Organisation hat er alle Hände voll zu tun.
Guido Gallenkamp ist schon mal 100 Kilometer gelaufen. Beim Whew100 tritt er aber nicht an: Mit der Organisation hat er alle Hände voll zu tun.
Foto: WAZ FotoPool
Ein 100-km-Lauf soll im April an den Start gehen und von Wuppertal aus durch das südliche Ruhrgebiet führen. Deutschlandweit gibt es erst ein gutes Dutzend solcher Läufe. Der Organisator rechnet mit 600 Teilnehmern.

Heiligenhaus.. Heiligenhaus könnte Etappe einer Extremsport-Veranstaltung werden: Am 5. April 2014 soll der örtliche Abschnitt des Panoramaradwegs 7,8 Kilometer zu einem Ultramarathon beitragen. 100 Kilometer soll die Veranstaltung mit dem Namen „Whew100“ insgesamt lang sein.

Ein gutes Dutzend offizieller 100-km-Läufe gibt es laut Deutscher Ultramarathon-Vereinigung bislang in Deutschland. In Europa am bekanntesten sind die Bieler Lauftage: „Eine Legende“, schwärmt Gallenkamp; 2013 pilgerten 3800 Marathoni dorthin. Für den Whew100 setzt er sich 600 Starter als Ziel. „Ich wäre aber nicht überrascht, wenn es 1000 werden. Die Leute, die solche Strecken laufen, warten auf sowas.“ Gallenkamp ist überzeugt: „Die Leute werden aus ganz Europa anreisen.“

Wuppertal, Sprockhövel, Hattingen, Essen, Heiligenhaus, Velbert, Wülfrath

Buchstäblich im Vorbeilaufen werden sie sieben Städte kennenlernen: Von Wuppertal aus führt die Strecke über Sprockhövel, Hattingen, Essen, Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath zurück nach Wuppertal. Autofahrern kommen die Sportler nicht in die Quere: Sämtliche 100 Kilometer führen über drei ehemalige Bahntrassen und den Ruhrtalradweg.

Für Gallenkamp gilt es jetzt, mit den Streckenbesitzern zu sprechen, mit Kreisen, Polizei und Feuerwehr – und nicht zuletzt mit den beteiligten Städten. „Ich bin mit allen Städten im Gespräch. Sie haben alle gesagt, sie wollen die Veranstaltung haben“, sagt Gallenkamp. Unterschrieben ist aber von städtischer Seite aus noch nichts, auch wenn der Wuppertaler verrät: „Einige sind schon fast wasserdicht.“ Eines der nächsten Gespräche wird er an der Hauptstraße führen: „Heiligenhaus und Wülfrath sind die nächsten.“ Michael Krahl, Leiter des Fachbereichs Straßenbau, signalisiert grundsätzlich Zustimmung: „Wir haben eine Infrastruktur gebaut; wenn die bespielt wird, finde ich das gut. Der erste Panoramaweglauf war super.“ Eine Entscheidung für den Lauf ist das aber noch nicht; zunächst wartet die Stadt auf Details der Planung.

Im Erfolgsfall Wiederholung

Für die will Gallenkamp sich auf die Hilfe von Ansprechpartnern in den jeweiligen Städten verlassen, denn „das können die Locals besser als ich“. Auf den 7,8 Heiligenhauser Kilometern werden ein oder zwei Verpflegungspunkte eingerichtet, wo die Läufer Hunger und Durst stillen können. Für andere menschliche Bedürfnisse will Gallenkamp Partnerschaften mit der Gastronomie entlang der Strecke schließen; in Heiligenhaus käme zum Beispiel das Café an der Waschstraße in Betracht.

„Im ersten Jahr ist das ein Versuchsballon“, ist dem Organisator klar. Wird der Whew100 ein Erfolg, soll der 5. April 2014 nur das erste Datum eines jährlichen Extremlaufs gewesen sein.

Die Autorin auf Twitter kontaktieren: @MdeCleur

 
 

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