Touristen zieht es aus dem Wohnmobil auf den Panoramaradweg

Die große Infotafel am Stellplatz gibt Neuankömmlingen Ausflugstipps rund um die Stadt. Insgesamt drei Wohnmobile haben dort Platz.
Die große Infotafel am Stellplatz gibt Neuankömmlingen Ausflugstipps rund um die Stadt. Insgesamt drei Wohnmobile haben dort Platz.
Foto: Funke Foto Services
  • Kurzurlauber machen inzwischen Station in der Nähe der Waggonbrücke in Heiligenhaus
  • Von hier sind Panoramaradweg und Neanderlandsteig mit einem Katzensprung zu erreichen
  • Der im Jahr 2011 fertiggestellte Radweg war ein Meilenstein für den Heiligenhauser Tourismus

Heiligenhaus..  Leise prasselt der kurze Schauer auf das Dach des Wohnmobils. Doch auch bei schlechtem Wetter macht es sich niemand an diesem grauen Ferientag im rollenden Eigenheim gemütlich. Die Kurzurlauber an der Westfalenstraße, ganz in der Nähe der Waggonbrücke, sind unterwegs und erkunden ihre Umgebung.

Weit haben es die Wohnmobilisten nicht. Nur wenige Meter von der Haustür entfernt beginnt der Panoramaradweg und auch der Neanderlandsteig ist mit einem Katzensprung zu erreichen. Touristisch hat Heiligenhaus in den letzten Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht. Stephan Nau, Abteilungsleiter Kultur und Tourismus, blickt auf Meilensteine zurück und spielt Zukunftsmusik.

Natur und das Museum Abtsküche sind die Schokoladenseiten

„Etwas, mit dem Heiligenhaus immer protzen konnte, sind die Natur und das Museum Abtsküche“, findet Stephan Nau. Lange wurden diese städtischen Schokoladenseiten von Einheimischen geliebt, blieben jedoch oft von Auswärtigen ungesehen. Mit Nachdruck kurbelte Nau den Tourismus an, um die versteckten Highlights ins rechte Licht zu rücken.

Heute gibt es zwischen dem Heimatmuseum in der Abtsküche und der üppigen Natur ein einmaliges Bindeglied. Der Neanderlandsteig lotst mit kleinen roten Hinweisschildern Touristen und Wanderer mitten durch die grünen Lungen der Stadt. „Bald wird es in jeder Kreisstadt zudem die Neanderlandschleife geben“, erklärt Nau das künftige Projekt, „ein Stück des Steiges führt dann mitten durch die Stadt.“ Nach einem kleinen Bummel kommen die Wanderer über die Kettwiger Straße schließlich wieder in die Natur zurück.

Heiligenhaus als Ausgangspunkt

Direkt hinter den kostenlosen Parkplätzen an der Westfalenstraße gibt es einen Zugang zum Panoramaradweg. „Tatsächlich kommen viele Touristen wegen des Radweges in die Stadt. Viele nutzen Heiligenhaus als Ausgangpunkt und besuchen auch die umliegenden Städte“, weiß Nau. Der im Jahre 2011 fertiggestellte Weg war ein wahrer Meilenstein für den Heiligenhauser Tourismus. „In diesem Bereich sind wir wirklich bei Null gestartet. Seitdem hat sich eine Menge verändert“, zieht Nau ein Resümee. Doch es soll noch mehr werden. „Der Tourismus ist eine starke Wirtschaftskraft, deshalb bin ich auch so da hinter her.“

Allerdings können nicht nur Wohnmobilisten ihren Kurzurlaub in der Stadt genießen. Selbst für eingefleischte Heiligenhauser gibt es eine Menge zu entdecken. Sie können einen Spaziergang über die noch nicht fertige A 44 oder eine Wanderung zum Isenbügeler Kopf machen. „Sich dort mit einer Flasche Wein hinzusetzen und die Seele baumeln zulassen, ist toll“, findet Nau, „aber ich denke, die Heiligenhauser wissen, was sie an ihrer Stadt haben.“ Recht hat er.

Wohnmobilstellplätze für drei Tage nutzbar

Die drei Wohnmobilstellplätze können drei Tage lang von Reisenden genutzt werden. Sie haben keine Strom-, Wasser- oder Abwasser-Anbindung.

Direkt an den kostenlosen Plätzen gibt es eine Infotafel, die auf Highlights in der Stadt hinweist. Zudem hängen in einem Acrylkasten Flyer zum Panoramaradweg aus.

 
 

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