Tour de Trasse

Der neue Radweg eröffnet Radlern ganz neue Möglichkeiten.  Bild: Detlev Kreimeier
Der neue Radweg eröffnet Radlern ganz neue Möglichkeiten. Bild: Detlev Kreimeier

Ob mit zwei Reifen, auf acht kleinen Rollen oder zwei Füßen – bei der Eröffnung des neuen Panorama-Radweges strömten die Menschen auf die Strecke. Teilweise wurde aus dem asphaltierten Streifen von Haan nach Heiligenhaus ein Slalomparcours. Doch Radfahrer, Inlineskater und Spaziergänger nahmen den großen Andrang gelassen. Immerhin bot das Rahmenprogramm neben der Strecke Zeit für kleine Verschnaufpausen vom Gewusel.

Während sich Thomas Voeckler, Philippe Gilbert, Andreas Klöden und Co. irgendwo zwischen Saint-Gaudens und dem Plateau de Beille im französischen Hochgebirge abmühen, treten die Fahrradfahrer auf dem Panorama-Radweg ganz entspannt in die Pedale.

Von Haan bis Heiligenhaus

Denn auf der Strecke zwischen Haan und Heiligenhaus ist es, anders als bei der Tour de France, kein Problem mal abzusteigen und den Drahtesel ein Stückchen zu schieben. „Die Steigungen sind nicht ganz ohne. Aber der Weg ist trotzdem gut zu bewältigen“, findet Heinz Springer, der gerade von Kettwig zur großen Eröffnung nach Wülfrath geradelt ist. Am Zeittunnel in Wülfrath lobt NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger gerade „das großartige Angebot die Strecke für Nahmobilität nutzen zu können.“ Landrat Thomas Hendele schließt sich dem an und fügt stolz hinzu: „Es ist das größte Projekt im Kreis Mettmann seit 15 Jahren. Und jeder Cent der 11,3 Millionen Euro Baukosten ist wohl gut angelegt.“

„Touristischer Meilenstein“

Die Idee für den „touristischen Meilenstein“ kam von Bürgermeister Dr. Jan Heinisch. Aus dem Gedanken wurde eine insgesamt 40 Kilometer lange Realität. 30 Kilometer davon verlaufen übrigens auf der ehemaligen Bahntrasse der Niederbergbahn.

Ob in Isenbügel, an der Talburgstraße, der Waggonbrücke oder dem Bahnhof – das bunte Rahmenprogramm ließ Raum zum Verschnaufen und zum Gewinnen neuer Erkenntnisse. „So ein Liegerad ist super. Man kann wie auf einem Sofa, die frische Luft genießen“, schwärmt Volker Oldenburg. Oder doch lieber E-Bike mit kleinen Elektromotor? Ganz egal, wie man den Panorama-Radweg bestreitet, ein Erlebnis ist es in jedem Fall.

 

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