Tornister spenden statt entsorgen

Foto: H.W.RIECK
Viele Kinder entsorgen jetzt zum Schulwechsel ihre Tasche. Diese können die Vergessenen Kinder in Rumänien aber noch gut gebrauchen.

Heiligenhaus..  Wenn sie das Glück haben, in eine Schule gehen zu können, dann fehlt den ärmsten Kinder Rumäniens oftmals alles: Sie haben weder einen Tornister, noch eine Federmappe, keine Sporttasche und auch keine Blöcke und Stifte. Petra Ullrich, Vorsitzende des Vereins Vergessene Kinder e.V. appelliert deswegen jetzt zum Schuljahresende: Bitte nichts entsorgen, sondern spenden.

„Wenn die Kinder von der Grundschule abgehen und auf die weiterführende Schule kommen, dann wollen sie ja oft neue Sachen“, weiß Ullrich aus eigener Erfahrung. Doch die Ranzen und Rucksäcke seien ja oftmals noch in einem guten Zustand. „Die Kinder in Rumänien haben nichts. In manchen Familien wechseln sich die Kinder mit einem Bleistift ab, während hier bei jedem Restaurantbesuch mal eben Stifte an die Kinder verschenkt werden“, berichtet die Heiligenhauser Heilpraktikerin von den Zuständen in Rumänien.

Nächste Woche wird wieder ein Transporter nach Rumänien aufbrechen, ein Zweiter ist aber nötig, berichtet Ullrich: „Wir freuen uns über die vielen Spenden, die uns erreichen – und sie kommen auch wirklich in Rumänien an und werden dringend benötigt.“ Auch Ullrich fährt dann wieder mit, um dabei zu sein, wenn die Spenden an die Familien übergeben werden.

Abgegeben werden können die Ranzen und Tornister aber jederzeit und nicht nur bis nächste Woche. Die Transporter fahren regelmäßig. Welches Kind sich also von seinem Torni trennen möchte, und vielleicht auch von Stiften, Mäppchen und allem, was dazu gehört, der kann dies abgeben in dem gelben Container der Villa Nonnenbusch am Südring 180. Infos gibt es auch unter www.vergessenekinder.de, auch bei Facebook.

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