Streethandball zum Kennenlernen

So sah der Sportunterricht gestern aus: Da ein Streethandballcourt auf dem Schulhof aufgebaut war, fand die Stunde draußen statt.
So sah der Sportunterricht gestern aus: Da ein Streethandballcourt auf dem Schulhof aufgebaut war, fand die Stunde draußen statt.
Foto: WAZ FotoPool
Für mehr Bewegung wurde auf dem Realschulhof ein Spielfeld aufgebaut. So sollen die Schüler näher an den Sport herangebracht werden.

Heiligenhaus.  Handball mal etwas anders – das konnten am Freitag die Schüler der Realschule erleben. Auf dem untersten Schulhof wurde nämlich ein Streethandball-Court aufgebaut. In den Pausen konnte dann jeder, der mochte, in das Spielfeld unter freiem Himmel gehen und sich auspowern. Und die Klassen, die sonst Sportunterricht in der Halle gehabt hätten, konnten ihren Unterricht nach draußen verlegen.

Möglich gemacht hat das der Sportverein Interaktiv, der den Court leihweise anlieferte und aufbaute. Als Partner der Schule kümmert sich der Verein um die Ganztagsbetreuung der Schüler und möchte mit Aktionen wie diesen Kinder dazu bringen, sich zu mehr bewegen.

Betreut wurde das Spielfeld von professionellen Trainern des Vereins, die die Regeln beim Streethandball klarstellten. „Es darf nicht gedribbelt werden und keinen Körperkontakt geben. Auch sind die Mannschaften mit vier bis fünf Spielern etwas kleiner“, erklärte Janine Pantke, die als Standortleitung für den Court an der Realschule eingesetzt wurde.

Lehrerin Ulrike Klausmeyer-Witte, die ihren Sportkurs Streethandball ausprobieren ließ, befürwortet die Aktion sehr. „Der Court ist eine sehr gute Möglichkeit, Schüler für den Handball zu begeistern. Vielleicht überlegt sich ja der ein oder andere, in einen Verein zu gehen. Es wird immer nach Nachwuchs gesucht“, so die Sportlehrerin.

Um möglichst viele Schüler zum Sport zu motivieren, tourt der Streethandballcourt noch durch die umliegenden Städte. Das Konzept scheint anzukommen, Spaß gemacht hat der Court sogar Schülern, die sich sonst nicht so sehr für Handball begeistern: „Ballsport ist nicht so meins, trotzdem war es wirklich spaßig. Ich fände es gut, wenn wir so etwas öfter machen würden“, findet Realschülerin Larissa Becker. Vielleicht würde der Streethandballcourt dann sogar nächstes Jahr wieder kommen. „Theoretisch möglich“, sagt Pantke. Dann vielleicht bei Outdoor-tauglicherem Wetter.

 
 

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