Schüler im WM-Fieber

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Heiligenhaus.. Ab heute rollt in Südafrika der Ball, am Sonntag greift die deutsche Elf ins WM-Geschehen ein. Fußballfans können es kaum erwarten – und das brachte Andrea Hündlings auf eine Idee: Zusammen mit 18 weiteren Eltern richtete sie in der Adolf-Clarenbach-Schule ein WM-Café ein.

Seit zehn Tagen ist die fahnengeschmückte Ecke fester Anlaufpunkt vor Schulbeginn und in den großen Pausen: Auch die Grundschüler sind im WM-Fieber – und fachsimpeln. „Deutschland und Südafrika spielen im Finale“ – glaubt der siebenjährige Niklas („ich hab’ das von meinem Papa gehört. . .“). „Du verstehst nix von Fußball!“, kontert Nils, der selbst bei Blau-Weiß Mintard kickt. Der Achtjährige stellt klar: „Spanien wird Weltmeister! Im Endspiel gegen Argentinien“ (na, schau’n mer mal. . .)

Virtueller WM-Platz

Der WM-Platz, auf dem die Kinder in Isenbügel spielen, ist virtuell. An neun Laptops können die Teilnehmer des Projekts online gehen. In einer Qualifikationsrunde haben sie sich zuvor auf dem Papier ihren gelben WM-Ausweis und das notwendige Password für die Lernplattform Moodle (www.acshi.de) erspielt. Dort hat die Isenbügeler Lehrerin Christine Pannen Quizfragen und Knobelaufgaben, aber auch Lesetexte rund um Fußball und WM hinterlegt sowie diverse Webseiten verlinkt.

Die Kinder kommen direkt auf das Fifa-Portal, können sich aber auch anschauen, was die WDR-Maus über Südafrika zu erzählen hat – in der Schule und zu Hause. Da gibt’s dann auch mal Tipps bei besonders kniffeligen Fragen. Etwa vom Papa. „Mein Vater mag Fußball und hilft mir am Wochenende“, berichtet Paula (9).

Neben der Online-Plattform stehen den Kindern auch mehr als 40 Arbeitsblätter zur Verfügung. Auf denen können sie etwa den Steckbrief ihres Lieblingsspielers erstellen oder die Flaggen der Teilnehmerländer malen. Denn das Projekt ist klassenübergreifend angelegt. „Am Anfang waren die forschen großen Jungs da – Viertklässler. Und jetzt haben wir auch die Erstklässler-Mädchen“, berichtet Andrea Oberbossel. Sie gehört zu der Elterngruppe, die die Arbeitsblätter zusammengestellt hat; bei der Betreuung vor Ort wechselt man sich ab.

Wer zehn Aufgaben gelöst und damit zehn Stempel in seinem WM-Ausweis gesammelt hat, wird zum Experten ernannt, zum Ansprechpartner vor allem für jüngere Schüler. Man trifft sich einfach im WM-Café. Dort können die Kinder zudem im Sportteil der Zeitung schmökern, WM-Tipps abgeben oder sich Fußballwitze ausdenken – noch bis zu den Sommerferien.

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