Schließsysteme aus Heiligenhauser Produktion

Besichtigung bei Lohr Technologies mit Bürgermeister Jan Heinisch (re.). Auf die Firmenprodukte blicken (v.li.) Wirtschaftsförderer Peter Parnow und Anne van Boxel sowie Geschäftsfüher Stefan Lohr.
Besichtigung bei Lohr Technologies mit Bürgermeister Jan Heinisch (re.). Auf die Firmenprodukte blicken (v.li.) Wirtschaftsförderer Peter Parnow und Anne van Boxel sowie Geschäftsfüher Stefan Lohr.
Foto: WAZ FotoPool
Lohr Technologies GmbH etabliert sich im Gewerbegebiet Hetterscheid-Nord. Die Firma fertigt Automobilteile, optimal für die Schlüsselregion.

Heiligenhaus..  „Solche Schließ- und Sicherungssysteme lassen sich an keinem Standort ein zweites Mal finden“, sagt Bürgermeister Dr. Jan Heinisch. „In der Schlüsselregion findet eine erfolgreiche Entwicklung statt.“ Zusammen mit dem Geschäftsführer von Lohr Technologies GmbH, Stefan Lohr, und den Wirtschaftsförderern der Stadt Heiligenhaus, Anne van Boxel und Peter Parnow, sitzt er um einen Tisch, ergreift Partei für die ansässigen Betriebe.

Etliche Umzüge im Gewerbegebiet

Vor zwei Jahren ließ sich die Firma Lohr Technologies GmbH im Gewerbegebiet Hetterscheidt-Nord nieder, mittlerweile hat sie sich dort fest etabliert. „Es war lange Zeit nicht sicher, ob wir das Objekt übernehmen können“, erinnert sich Stefan Lohr. Über eineinhalb Jahre habe es gedauert, bis der Zuschlag erfolgt sei, die Produktionshalle von der Firma erstanden werden konnte. „Es handelt sich bei der Firma um eine Bestandsimmobilie im Gewerbegebiet“, freut sich Bürgermeister Heinisch über die endgültige Übernahme und blickt positiv in die Zukunft: „Im Gebiet Hetterscheid-Nord stehen zur Zeit zahlreiche Umzüge und Veränderungen an.“

Bei der Firma Lohr passierte bereits einiges. Die Produktionshalle wurde umgebaut, im vergangenen Jahr wurden zwei neue Maschinen im höheren sechsstelligen Kostenbereich angeschafft: „Am Anfang steht die Investition von Zeit und Geld, um überhaupt eine Entwicklung machen zu können“, so Stefan Lohr.

Die gängige Zertifizierung, die den Qualitätsstandard festlegt, konnte der Heiligenhauser Betrieb „in einer sportlichen Zeit“ von einem Jahr erreichen. Auch die Anzahl der Mitarbeiter steigt kontinuierlich, wie Wirtschaftsförderin Anne van Boxel bemerkt: „Als ich das letzte Mal hier war, waren es 25, jetzt reden wir von 38 Beschäftigten und zwei Auszubildenden.“

„Eines unserer Standbeine ist die Grundfertigung“, erzählt der Geschäftsführer über die Produktion. Hierfür wurden auch die zwei neuen Feinstanzautomaten benötigt, „ein Alleinstellungsmerkmal, denn das können nicht alle Betriebe bieten“. Die Montage, sowie die Schloss- und Schlüsselproduktion definiert der Geschäftsführer als weiteres Standbein.

„Billig können andere mittlerweile besser“

Ein besonderes Augenmerk legen allerdings alle Anwesenden auf das Dritte: die Eigenproduktentwicklung. „Bei der Automobilindustrie finden wir Technologien vor, bei denen sich nach wie vor viel bewegt“, stellt der Heiligenhauser Bürgermeister heraus. „Es handelt sich um eine Zukunftsbrache.“

„Billig können andere mittlerweile besser“, schmunzelt Geschäftsführer Stefan Lohr. Er hält eine der Entwicklungen in der Hand, ein Scharnier, das aus einem Stück gegossen wurde. Eine weitere Montage entfällt, zudem ist das Teil um einiges leichter als ein herkömmliches Scharnier. „Uns zeichnet hingegen aus, dass wir genaue Prozesse und gute Produkte vorzuweisen haben.“

Das Unternehmen ist der Schlüsselregion beigetreten, „passt als innovativer Betrieb hervorragend zu den vielen Unternehmen der gleichen Branche vor Ort“, ergänzt Jan Heinisch.

Trotz aller Innovation, wird wohl eines stets Bestandteil der Produktion von Lohr Technologies sein: der Autoschlüssel. Dieser ist laut Lohr nämlich nicht nur rein funktionell zu betrachten, sondern „ein Statussymbol, auf das niemand verzichten möchte, egal wie weit die Technik voran schreiten wird.“

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