Sanierung der Brücke Gohrstraße in Heiligenhaus

Die Brücke Gohrstraße wird in den Sommerferien saniert. Sie erhält  einen Fußgängerweg und wird einen Meter breiter.
Die Brücke Gohrstraße wird in den Sommerferien saniert. Sie erhält einen Fußgängerweg und wird einen Meter breiter.
Foto: WAZ FotoPool
Die Arbeiten finden in den Sommerferien statt, ab Montag ist die Zufahrt deshalb gesperrt. Das Bauwerk aus dem Jahr 1917 wird verbreitert. Passanten und Fahrzeuge bekommen nun getrennte Verkehrsräume.

Heiligenhaus..  Risse und Brüche im Asphalt, herausgebrochenes Mauerwerk im Unterbau, dazwischen sprießendes Grün: Die Brücke Gohrstraße macht nicht nur aufgrund ihrer engen Fahrbahn, die keinen Begegnungsverkehr erlaubt, einen unschönen Eindruck. Da die äußerlichen Mängel im Laufe der Zeit die Sicherheit des Bauwerks beeinträchtigen können und aufgrund eindringenden Wassers bereits beeinträchtigt haben, handelt die Stadt nun. In den Sommerferien wird die Brücke komplett saniert.

An der Unterseite der 1917 errichteten Brücke sind bereits abstützende Arbeiten in vollem Gange, ab nächsten Montag ist sie dann komplett gesperrt. Autofahrer können über die Straße An der Butterwelle ins Wohngebiet um die Gerhart-Hauptmann-Straße, für Fußgänger und Radler soll dann der Panoramaweg wieder offen sein, „damit man auf kurzem Weg in die Innenstadt kommt“, erklärt Michael Krahl, Leiter Ingenieur-/Tiefbau der Stadt.

Festgestellt worden waren die Mängel schon vor drei Jahren bei den regelmäßigen Brücken-Begehungen durch die Tiefbauexperten. Die finanzielle Förderung einer Sanierung im Rahmen der Panoramaradweg-Erstellung kam jedoch nicht in Frage – die Brücke gehört seit jeher der Stadt, die für ihren Erhalt allein aufkommen muss. Und sie führt über den Radweg hinweg: Nur für die zum Rad- und Fußweg gehörenden Brücken gab es seinerzeit Fördermittel.

Rund 200 000 Euro (brutto) inklusive Planung sind deshalb im städtischen Etat für die Baumaßnahme angesetzt. „Wenn wir hier schon Geld in die Hand nehmen, dann soll aber auch der Gebrauchswert erhöht werden“, sagt Harald Flügge, Technischer Beigeordneter, „es geht dabei um mehr Sicherheit für die Fußgänger.“ Sie bekommen einen Gehweg von 1,50 m, wo sie sich sonst die vier Meter breite Fahrbahn mit den motorisierten Verkehrsteilnehmern teilen mussten. Die haben dann künftig eine drei Meter breite Fahrbahn. Nebst einem Bordstein, der einem unfreiwilligen Kontakt des Automobils mit dem Geländer vorbeugen soll, verbreitet sich die Brücke von vier auf fünf Meter. „Mehr ging nicht, denn wir mussten natürlich auch die Statik des historischen Mauerwerks berücksichtigen“, betont Krahl. Begegnungsverkehr wird also auch künftig an dieser Stelle der Gohrstraße nicht möglich sein.

Das Mauerwerk wird saniert und die Böschung gesichert, die Fahrbahnplatte wird anschließend aus Stahlbeton erstellt und gegen Witterungseinflüsse abgedichtet. Die Fahrbahn bekommt zum Schluss einen ebenen Asphaltbelag, wie Tiefbau-Mitarbeiter Raimund Quaß ausführt. Wann die Brücke das letzte Mal derart technisch überholt wurde, sei übrigens aus den Unterlagen nicht ersichtlich. Das Geländer jedenfalls sei definitiv jünger als das Bauwerk und kommt nach einer Aufarbeitung wieder zum Einsatz.

 
 

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