Reden statt Regeln

Keine Verbote oder schriftliche Anweisungen gibt es an der Adolf-Clarenbach-Grundschule. „Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder vor der Schule zu verabschieden“, erklärt Leiterin Manon Hoch. „Ich nenne es gern ein Kiss and Go vor dem Schulhof.“ Helikoptereltern gäbe es hier aber nicht. In Gesprächen versuche man zu vermitteln, dass man sich allmählich von den Kindern lösen muss, falls doch mal ein Elternteil überfürsorglich sein sollte .Die Nähe zu den Eltern ist in der kleinen Schule ansonsten gewünscht.

„Wir haben nur einen sehr kleinen Teil, der überfürsorglich ist, was aber auch daran liegen kann, dass bei uns sehr viele Kinder zu Fuß kommen“, berichtet Ellen Schieferstein, Grundschulleiterin der Oberilper Regenbogenschule. Intensive Gespräche führe man mit den Eltern zudem zur Einschulung, man rät und gibt Tipps, die Kinder erwachsen werden zu lassen. Den Eltern gibt sie dann gerne mit auf den Weg: „Erziehung heißt, sich selber überflüssig zu machen.“ Denn selbstständig zu werden ist eine wichtige Lehre.

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