Orte erwecken Sehnsüchte

Heiligenhaus.. Ihre Texte waren eigens für die Neanderland Biennale zusammengestellt: Das Hamburger Schauspieler-Ehepaar Anna und Sebastian Faust las unter dem Motto „Wer die Sehnsucht kennt“ im Heiligenhauser Museum Abtsküche.

Wie schon zur ersten Biennale-Veranstaltung „Ganz oder gar nicht“ in der IKG-Aula (die WAZ berichtete), waren auch hier zahlreiche Zuhörer gekommen, um die Sehnsucht nach Dingen wie Eiscreme, Meer, Liebe oder gar einem anderen Leben mitzuerleben. Diese und viele andere Sehnsüchte brachten beide Schauspieler den begeisterten Zuschauern quicklebendig, mit wechselnden Parts und vollem Körpereinsatz, zu Gehör. Die Sehnsucht nach Orten spielte in vielen Texten eine Rolle, so auch bei Kurt Tucholsky, der sich nach Paris wünscht.Und von Paris war es nicht weit zum Thema „Liebe“.

Überraschende Pointen

Die Lacher hatten Anna und Sebastian Faust mit überraschenden Pointen bei Auszügen aus René Goscinnys „Der kleine Nick“ auf ihrer Seite. Ein Auszug aus Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ durfte nicht fehlen, und Anna Faust las einfühlsam den Dialog zwischen der Elbe und Kriegsheimkehrer Beckmann. Das Publikum forderte Zugaben und so gab es Zungenbrecherisches vom Schneesee und der Rhabarber-Barbara.

Die nächsten Lesungen im Rahmen der Neanderland Biennale finden statt: am heutigen Samstag, 4. Juni, um 20 Uhr im Medienzentrum Ratingen – Schauspieler Rolf Berg liest „Hinter den Kulissen“. Am Sonntag, 5. Juni, berichtet Autor Oliver Pautsch im Stadtgeschichtshaus in Mettmann um 11 Uhr über „Die Fabry-Papiere“. Um „Seide“ geht es bei Jan Kämmerer am gleichen Tag um 18 Uhr in der Wasserburg Graven in Langenfeld. Am 6. Juni spricht Mirijam Müntefering in der Stadtbücherei Hilden um 19.30 Uhr über „Taktgefühle“.

 
 

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