Obere Hauptstraße ist ab jetzt wieder für den Verkehr frei

Christoph Husemeyer
Am Freitag waren die Mitarbeiter der Baufirma noch mit den letzten Asphaltierungsarbeiten beschäftigt.
Am Freitag waren die Mitarbeiter der Baufirma noch mit den letzten Asphaltierungsarbeiten beschäftigt.
Foto: Uwe Möller
  • Die zuständige Baufirma hat am Freitag noch die abschließenden Asphaltierungsarbeiten durchgeführt
  • Anwohner können wieder auf direktem Weg in die Heide fahren und so die Entflechtungsstraße entlasten
  • Restarbeiten wie Fahrbahnmarkierungen und das Pflanzen von Bäumen laufen parallel zum Verkehr

Nachdem die letzten Meter Asphaltdecke plattgewalzt und ausgekühlt sind, ist es so weit: Die Obere Hauptstraße wird ab heute Vormittag wieder für den Verkehr freigegeben. „Da das Wetter diese Woche mitgespielt hat, können Autofahrer die Strecke nun wieder befahren“, berichtet Tiefbauamtsleiter Michael Krahl.

Seit Mitte 2015 wurde der zweite Bauabschnitt der Hauptstraße zwischen Sachsen- und Jahnstraße erneuert (siehe Infokasten). Ursprünglich sollte die Maßnahme bis Jahresende dauern. „Durch die gute Abstimmung mit der Baufirma und den umliegenden Unternehmen konnten wir zuvor kleiner geplante Bauabschnitte zusammenfassen und zügiger arbeiten“, freut sich Michael Krahl. Somit habe man auch Verzögerungen beim Asphalteinbau im verregneten Juli wettgemacht.

Einige Restarbeiten folgen noch

Einige Restarbeiten, wie Fahrbahnmarkierung, Pflanzen der Bäume und Beschilderung, könnten auch neben laufendem Verkehr durchgeführt werden. „Die Bergstraße wird in den kommenden Tagen wieder mit einer Schranke versperrt“, so der Tiefbauamtsleiter. Diese müsse zuvor noch von den Technischen Betrieben repariert werden, da sie von einem Auto beschädigt wurde.

Freuen dürfte die Fertigstellung der Baumaßnahme vor allem die Autofahrer. „Nun besteht wieder die Möglichkeit, über die Obere Hauptstraße und die Wülfrather Straße in die Heide zu fahren“, sagt Michael Krahl. Das dürfte für einige Entlastung auf der Westfalenstraße führen. Dort hatte sich zuletzt der Verkehr gestaut, weil unter anderem auch an der Unteren Hauptstraße rund um Kirchplatz mittlerweile gebaut wird.

Diesbezüglich kann der Tiefbauamtsleiter noch eine weitere frohe Botschaft verkünden: „Wir haben die gelbe Baustellenmarkierung auf der Entflechtungsstraße an der Ecke Kettwiger Straße erneuert, so dass der Verkehr nun flüssiger laufen sollte.“ Die vorherige Markierung sei zu groß gewesen und habe Autofahrer mitunter verwirrt und ausgebremst. Auch eine längere Grünphase an der Kreuzung Kettwiger Straße sei künftig noch eine denkbare Maßnahme.

Gleichzeitige Baumaßnahmen

Autofahrer hatten ihren Unmut geäußert, da parallel zur Oberen Hauptstraße auch die Herzogstraße/Ecke Mittelstraße und der Kirchplatz gesperrt sind. „Wir bauen bewusst parallel an der Herzogstraße und am Kreisverkehr, um den Bereich Mittelstraße schnellstmöglich wieder freigeben zu können“, so Krahl.

Ursprünglich habe man den dritten Hauptstraßen-Abschnitt im Westen (Kurze Straße) beginnen wollen. In Abstimmung mit den Stadtwerken und mit Blick auf Busrouten und Einbau des Prägeasphalts habe man einige Wochen später als geplant im Osten (Kirchplatz) begonnen.

700 Meter und rund 1,9 Millionen Euro

Der zweite Bauabschnitt der Hauptstraße zwischen Sachsen- und Jahnstraße war rund 700 Meter lang.

Im Zuge der Maßnahme wurde die Fahrbahn verengt und erneuert, neue Gehwege und ein Angebotsstreifen für Radfahrer geschaffen und Versorgungsleitungen für Gas und Wasser verlegt.

Die KAG-Maßnahme, an der sich die Anwohner beteiligen mussten, hat laut Planung rund 1,9 Millionen Euro gekostet.