Männerchöre lassen den Frühling erwachen

Präsentieren das Plakat zum Konzert „Frühlingserwachen“ am 4. Mai in der Kant-Aula: Roland Gzuk (links) und Willi Klaßen.
Präsentieren das Plakat zum Konzert „Frühlingserwachen“ am 4. Mai in der Kant-Aula: Roland Gzuk (links) und Willi Klaßen.
Foto: WAZ FotoPool
Der MGV Heimatklänge und die Männer-Chorgemeinschaft Velbert konzertieren am 4. Maiin der Aula des Kant-Gymnasiums. Es ist der zweite gemeinsame Auftritt.

Heiligenhaus..  Mit „Abendfrieden“ und „Die Nachtigall“ von Franz Schubert eröffnet der MGV Heimatklänge am 4. Mai das Konzert „Frühlingserwachen“ in der Aula des Kant-Gymnasiums (Beginn 19 Uhr). Ganz klassisch, wie man es von diesem Heiligenhauser Männergesangverein kennt und liebt.

Mit Liedern u.a. von Schubert, Brahms, Wagner, Verdi und Bizet soll es danach weitergehen, abwechselnd vorgetragen von den Heiligenhausern und der Männer-Chorgemeinschaft Velbert. Als Solistin tritt Inga Schäfer, 24 Jahre, Mezzosopran, auf. Die Folkwang-Absolventin intoniert in Begleitung von A-Reum Kim (Piano) Melodien von Hugo Wolf und Richard Strauss.

„Im zweiten Teil wird es dann immer frühlingshafter“, kündigt Roland Gzuk, zweiter Vorsitzender der Heimatklänge, an. Überhaupt sei der Titel „Frühlingserwachen“ ja nur allzu passend gewählt, „schließlich kommt die Natur auch jetzt erst hervor“. Quer Beet gehe es denn auch im musikalischen Programm zu. Neben den Opernsequenzen („Martha“, „Tannhäuser“, „Carmen“) finden sich Volksweisen wie „Kein schöner Land“, Operettenmelodien aus „Die lustige Witwe“, „Frau Luna“ oder „Clivia“ wieder, werden Gassenhauer wie „Der trunkene Seemann“ oder Musicalhits wie „Ich war noch niemals in New York“ gesungen.

Vor der Pause und ebenso am Ende des Konzertes präsentieren sich die Männerchöre gemeinsam auf der Bühne. „90 Leute auf der Bühne, das kommt heute nicht mehr so oft vor“, sagt Heimatklänge-Sänger Willi Klaßen, der sich an ganz andere Zeiten erinnern kann: „Als die Chöre noch keine Nachwuchsprobleme hatten und ihre Auftritte mit 60 bis 70 Leuten bestritten.“ Auf gut 42 Sänger komme man jetzt, wenn Sänger von Ars Cantica die Heimatklänge unterstützen. „Die Velberter kommen etwa in gleicher Stärke“, ergänzt Roland Gzuk.

Musik überwindet Stadtgrenzen

Dass Velberter und Heiligenhauser Chöre gemeinsam auftreten, komme nicht so oft vor, fährt Gzuk fort. Die Gründe hierfür lägen in der Geschichte begründet. „Heute überwindet die Musik diese Grenzen“. Dies hat sie bereits 2004 getan, als die Heimatklänge zu Gast beim Konzert des damaligen Männerchors Velbert/Langenhorst im Forum Niederberg waren. Ein Gegenbesuch war versprochen und konnte nun endlich realisiert werden.

Chordirektor Michael Smetten hat die Gesamtleitung des Konzertes. 25 Jahre führt er im Übrigen in diesem Jahr den MGV Heimatklänge. „Eine bewährte Zusammenarbeit mit großem Publikumserfolg bei den Konzerten und ein Garant für unser Profil“, wie Gzuk betont. „Die Heimatklänge sind ein klassischer Männerchor.“ Konzepte wie sie etwa der MGV Frohsinn verfolge (Holding, Frauenchor), seien deshalb kein Modell für die Sänger.

 
 

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