Lesung mit politischem Ausrufezeichen

Vorlesetag: Freunde und Mitglieder der freien Kunstgruppe Kunstquadrat werden wieder öffentlich Vorlesen. Im Bild: Lore Look und Thomas Pischke.
Vorlesetag: Freunde und Mitglieder der freien Kunstgruppe Kunstquadrat werden wieder öffentlich Vorlesen. Im Bild: Lore Look und Thomas Pischke.
Foto: Heinz-Werner Rieck

Frostig fegt der Wind am Basildonplatz Lore Loock um die Schultern. Sie hat vor dem Bücherschrank Stellung bezogen und erweckt mit Hamburger Mundart die Geschichten von Walter Moers’ „Käpt’n Blaubär“ zum Leben. Auch ihre Lesekollegen Thomas Pischke und Armin Schmidt vom Kunstquadrat haben schon ihre Bücher gezückt. Der 12. Vorlesetag setzt ein politisches Ausrufezeichen.

„Ich habe mich für etwas Heiteres entschieden. Angesichts der bedrückenden Lage in Europa kommt der Ernst noch schnell genug“, seufzt Loock. Passend dazu hat sie sich nicht nur für die Kindergeschichten von Walter Moers, sondern auch für heitere Geschichten aus Europa. „Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen“, findet Loock.

Auch Thomas Pischke ließt mit politischem Unterton. „Die Große Wanderung. 33 Markierungen“ von Hans Magnus Enzensberger nimmt die deutsche Asylpolitik unter die Lupe. „Wie heißt es so schön. Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“

Armin Schmidt wagt mit Timothy Brook ebenfalls einen Flug in die Geschichte. „Wie China nach Europa kam“ skizziert den Moment, in dem China mit der modernen Welt in Berührung kam. Die Freiluftlesung lud zum Schmunzeln und zum Nachdenken ein.

 
 

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