Kunstquadrat legt öffentlichen Kräutergarten für Heiligenhaus an

Armin Schmidt von der Gruppe „Kunstquadrat“ präsentierte die Pflanzaktion beim Stadtfest.
Armin Schmidt von der Gruppe „Kunstquadrat“ präsentierte die Pflanzaktion beim Stadtfest.
Foto: WAZ FotoPool
Am Community-Kräutergarten des Kunstquadrats an der Heiligenhauser Westfalenstraße dürfen sich alle Bürger bedienen.

Heiligenhaus..  Heiligenhaus versteht sich als „Stadt im Grünen“. Guckt man sich die Umgebung mit Feldern und Wäldern an, stimmt das auch. Allerdings vermissen einige Heiligenhauser Künstler das Grün in der Innenstadt. Auch Thomas Pischke vom Kunstquadrat sieht beim Anblick der grauen Fassaden Bedarf zur Nachbesserung.

Schwarze Wannen vollmit kleinen Pflanzen

Neben dem Heiligenhauser stehen deswegen am Sonntagmittag schon schwarze Wannen voller kleiner Pflanzen und bunte Blumentöpfe bereit. Zusammen mit seinen Künstlerkollegen verschönert Pischke am letzten Stadtfest-Tag die grauen Gabionen an der Westfalenstraße mit einem hängenden Nutzgarten.

„Community-Gärten“ sind in England mittlerweile gang und gäbe: Leerstehende Flächen werden von Hobbygärtnern bepflanzt und bewirtschaftet. Als Lohn ihrer Arbeit gibt es Tomaten und Kürbisse frisch aus der Erde. Das es nicht immer ein verlassenes Feld sein muss, um zu gärtnern, will Thomas Pischke mit einem hängenden Kräutergarten auf engstem Raum beweisen. „Jeder, der an den Blumentöpfen auf der Westfalenstraße vorbei kommt, kann sich dann eine Erdbeere oder ein Melissenblatt abpflücken.“

Dass die hängenden Gärten von Heiligenhaus sich nach nur wenigen Tagen oder Wochen Vandalismus oder dem Sammlertrieb der Menschen geschlagen geben müssen, hat Pischke bedacht. „Es würde mich sogar wundern, wenn die Pflanzen bis zur Blüte im Herbst dort hängen. Aber das Risiko ist mir bewusst.“

Der Moment des Betrachtens zählt

Und: Für den Heiligenhauser ist das völlig in Ordnung, denn er ist sich sicher, dass die Leute trotzdem etwas von der Aktion mitnehmen werden. „Die Kunst lebt von dem Moment des Betrachtens. Das ist bei Bildern nicht anders.“

Und wer weiß, vielleicht lassen sich im kommenden Jahr ganze viele Community-Gärtner in der Stadt blicken.

 
 

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