Kunstmarkt im Heiligenhauser Heimatmuseum

Armin Schmidt bietet beim Kunstmarkt figurale Tuschebillder zum Kauf an.
Armin Schmidt bietet beim Kunstmarkt figurale Tuschebillder zum Kauf an.
Foto: WAZ FotoPool
Acht regionale Künstlerinnen und Künstler präsentieren am ersten Adventswochenende Zeitgenössisches aus ihren Ateliers und Werkstätten. Textile Objekte, Bilder und Fotografien.

Heiligenhaus..  Kunst kann man anschauen, Kunst kann man aber auch kaufen. Anschauen und kaufen, das sollen die Besucher am kommenden Wochenende, 28. und 29. November, im Museum Abtsküche – beim „Kunstmarkt“.

Die Idee hatte Ute Augustin-Kaiser aus Ratingen, die Schmuckobjekte fertigt. Mehrere Jahre stellte sie im Homberger Bürgerzentrum aus, suchte aber ein attraktiveres und atmosphärisch beschaulicheres Haus. Den Freunden vom Heiligenhauser Kunstkollektiv Kunstquadrat fiel da der perfekte Ort ein: das Museum Abtsküche zur Vorweihnachtszeit.

Am ersten Adventswochenende soll sie nun sein, die Premiere des Kunstmarktes, bei dem acht Frauen und Männer der Region Kreatives aus ihren Ateliers und Werkstätten präsentieren. Darunter sind beispielsweise Bildobjekte, Zeichnungen, Kleinplastiken, textile Objekte und Schmuck. Fotografien zeigt Anne Kaiser, Engel im Format einer Zündholzschachtel steuert Armin Schmidt bei. „Großformatige Sachen können wir hier gar nicht unterbringen, wenn acht Leute auf der Fläche Platz finden sollen“, merkt das Kunstquadrat-Mitglied an. Auch Grafiker Thomas Pischke wird am Samstag und Sonntag handliche Formate dabei haben: „Im Alten Pastorat ist viel Platz für raumgreifende Kunst. Aber diese Installationen kommen eher selten zum Verkauf.“

Das Alte Pastorat werde gerne als Ausstellungsraum genutzt, bestätigen die Heiligenhauser Kunstschaffenden. Im Sommer. Denn ohne Heizung und mit nur einer verfügbaren Steckdose im ganzen Haus seien die Möglichkeiten zur Winterzeit begrenzt, erklären die Vertreter des Kunstkollektivs. Überwintern werden die Skulpturen und Gemälde dort nicht können.

Heimische Landschaftsmotive

„Die Bilder haben sich schon jetzt aufgrund der Feuchtigkeit gewellt“, merkt Anneliese Schmidt an, die regelmäßig ihre Aquarelle im Alten Pastorat ausstellt. Für den Kunstmarkt im trockenen Museumsambiente hat sie verschiedene Pastelle angefertigt – allesamt mit heimischen Landschaftsmotiven, etwa aus dem Angertal.

Trotz der Umstände im Alten Pastorat – zwei Jahre lang bespielt Kunstquadrat bereits die Fläche und wird es solange weiternutzen, wie es der Investor des geplanten Einkaufszentrums und die Stadt dies zulassen. Dieser schon recht lange Zeitraum ist den Künstlern nun einen Ausstellungskatalog wert, den Thomas Pischke gestaltet hat. Mit 125 Bildern und Erklärtext wartet das 48-seitige Buch im Softcover auf. Für zehn Euro ist es erstmals auf dem Kunstmarkt im Museum Abtsküche käuflich zu erwerben. Pischke: „Dokumentiert werden allein vier Ausstellungen.“

 
 

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